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Eröffnung der Gleisübergänge

Haste und Hohnhorst feiern Eröffnung der Gleisübergänge

Der große Tag für die Gemeinden Haste und Hohnhorst ist gekommen: Am heutigen Freitag werden die beiden Brückenbauwerke und die Tunnel eröffnet, die die Deutsche Bahn für 19,5 Millionen Euro hat bauen lassen. Damit sind die ebenerdigen Gleisübergänge zumindest an der Trasse Minden-Hannover Geschichte.

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Seit März 2015 ist das Konstrukt im Prinzip fertig. Die Sperrungen und Umleitungen sollen ab heute Geschichte sein.

Quelle: Jörg Müller

Haste/Hohnhorst. Gut zwei Jahre haben die Arbeiten gedauert. Für die Einwohner bedeutete diese Zeit noch einmal erhebliche Behinderungen, denn zunächst wurde Ende 2013 der Bahnübergang in Hohnhorst Richtung Rehren gesperrt, im Herbst 2014 sperrte die DB auch den Haster Übergang für Autofahrer.

Von da an war die einzige Passage jene am Kornweg vom Scheller in Richtung Hohnhorst/Zum Walde. Die Autofahrer mussten zum Teil große Umwege in Kauf nehmen, doch noch extremer traf es die Einwohner des Scheller und des Bereichs Zum Walde, wo in dieser Zeit der gesamte Autoverkehr rollte.

Doch all dies diente schließlich dem Zweck, dass ab heute keine Wartezeiten mehr an den Schranken in Kauf zu nehmen sind. Und auch die Gefahr an den Gleisen nimmt ab, wobei der Gleisübergang der Trasse Haste-Hannover, an dem sich der tragischste Unfall ereignet hatte, weiterhin ebenerdig bleibt. Im Juni 2007 kamen dort vier Menschen ums Leben. Offen ist die Zukunft der Passage in der Feldmark.

Speziell in Haste wird sich die Verkehrssituation merklich entspannen, stauten sich die Fahrzeuge bisweilen doch weit bis auf die Ortsdurchfahrt. Wartezeiten von zehn Minuten und mehr waren für Autofahrer keine Seltenheit.

Die Arbeiten gingen – angesichts der Größe des Projekts – recht unspektakulär vonstatten. Vor Jahresfrist kam eine Reiterin wegen eines Lastwagens, der die Baustelle anfuhr, zu Fall – sie und ihr Pferd erlitten Verletzungen. Im vergangenen Winter musste ein Großaufgebot der Polizei die Arbeiten an der Haster Schulstraße überwachen, weil ein Grundstücksbesitzer sich geweigert hatte, einen Teil seines Gartens gegen Bezahlung abzutreten. Und Graffiti-Sprayer enterten die nagelneuen Brücken, um dort noch vor der Eröffnung Geschmiere zu hinterlassen.

Bahn-Sprecherin Sabine Brunkhorst erklärte auf Anfrage, dass das 19,5-Millionen-Budget ausgereicht hat. Auch die Bauzeit sei eingehalten worden. Im Dezember 2012 waren die ersten Bäume gefällt worden, so richtig losgegangen sei es im Frühjahr 2013, wobei kein Spatenstich als exakter Starttermin zu nennen sei. Der zeitlich und auch finanziell reibungslose Ablauf sei nicht selbstverständlich bei Bauprojekten dieser Größenordnung. An der Finanzierung waren außer Land und Bund auch der Landkreis und die beiden Gemeinden beteiligt.

Heute werden die Brücken nun für den Kraftfahrzeugverkehr freigegeben. Zuerst ist um 11.15 Uhr das Bauwerk in Hohnhorst an der Reihe, im Anschluss daran wird die Haster Brücke eröffnet. Danach wird der historische Tag am Bürgerhaus Haste gefeiert. Um 15 Uhr tritt die dort BSW-Kapelle auf, ab 19 Uhr sind die „Jazz-Buddies“ an der Reihe. Um 22 Uhr übernimmt DJ Christian das Ruder. gus

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