Wilhelmsdorf (tes). Die Schulbushaltestelle an der Waldstraße, der Landesstraße 449, verfügt nur auf der gegenüberliegenden Seite über eine Unterstellmöglichkeit. Folge: Die Schüler müssen die stark befahrene Hauptstraße L449 überqueren, sobald sie den Schulbus kommen sehen.
Jeden Tag biete sich das gleiche Schauspiel, so Wlotzka: „Wenn der Bus kommt, rennen die Kinder los.“ Zuletzt habe es fast ein Unglück gegeben, als ein Kind über die Straße gelaufen sei. „Der Autofahrer konnte gerade noch bremsen“, berichtet Wlotzka. Eine Anwohnerin und Zeugin habe sich daraufhin an Wlotzka gewandt, um mit Unterstützung der Gemeinde zu bewirken, dass die Schulbushaltestelle in den Ortsteil verlegt wird. Als neuer Standort kommen der Glückaufweg oder die Straßen Wilhelmskuhle und Zum Kanal am Spielplatz infrage.
Der erste Versuch mit Ortsbegehung im Jahr 2008 war am Veto der Schaumburger Verkehrsgesellschaft gescheitert, die keine Chance sah, einen Umweg für die Schulbusse durch den Ortsteil zu genehmigen. Dieses Argument lässt Wlotzka nicht gelten. Beobachtungen der Anwohner zufolge durchfahren alle Schulbusse ohnehin den Ortsteil, um zu wenden. Dazu nutzen die Fahrer zumeist den Glückaufweg, nennt Anlieger Wlotzka den Grund: „Auf der Landesstraße besteht keine Wendemöglichkeit.“
Auch der Kostenfaktor dürfte keine Rolle spielen. Eine auf dem Pflaster markierte Haltestelle wäre im Ortskern ausreichend, um die Sicherheit der Kinder zu gewährleisten, forderte Wlotzka einen schnellen Umzug der Haltestelle: „Ich könnte es nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, wenn einem Kind hier etwas passiert.“
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