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Haste Keine Schulden für Haste
Schaumburg Nenndorf Haste Keine Schulden für Haste
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00:19 25.02.2015
Für das leer stehende Bahnhofsgebäude sucht die Gemeinde Haste nach wie vor einen Investor.
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Haste

Die Gemeinde will 939 000 Euro investieren. Dazu muss sie aber rund 482 000 Euro aus der Rücklage entnehmen. Zu den wichtigsten Projekten des Jahres 2015 gehört der Bau des Bahnhofstunnels. Außerdem steht der Ausbau eines Gehwegs am Waldweg im Etat.
Dafür sind 190 000 Euro vorgesehen, allerdings gibt es 60 Prozent Zuschuss, sodass Haste nur 120 000 Euro selbst zahlt. Erneut nur vorsorglich werden 95 000 Euro als Investitionssumme für den Bahnhof bereitgestellt. Wie in den vorherigen Jahren ist die Summe als Gemeindeanteil gedacht, falls sich ein Investor findet, der das leer stehende Haus umgestalten möchte.
Für die BMX-Anlage stehen 20 000 Euro im Etat, für Spielplatzgeräte 15 000 Euro. 170 000 Euro enthält der Haushalt für den Kauf eines Grundstücks, um die Rahmenbedingungen für ein weiteres Baugebiet schaffen zu können.
Die Rücklage schrumpft auf knapp 500 000 Euro und damit unter den Wert von 2010, als sie 654 000 Euro betragen hatte. Anschließend war der „Notgroschen“ der Gemeinde auf knapp 1,5 Millionen Euro angewachsen, ehe – vor allem wegen der Bahn-Bauarbeiten – eine rückwärtige Tendenz einsetzte.
Gut 1,2 Millionen Euro nimmt die Gemeinde aus der Einkommensteuer ein. Hinzu kommen 145 000 Euro aus der Gewerbesteuer und 188 000 Euro aus der Grundsteuer. Alle Steuereinnahmen zusammen summieren sich auf fast 1,6 Millionen Euro. An Umlagen fließen aber auch knapp 1,3 Millionen wieder ab – allein 716 000 Euro an Kreisumlage und 532 000 Euro an Samtgemeindeumlage. Bürgermeister Sigmar Sandmann wies darauf hin, dass dieses Geld nicht verloren ist sondern für Schulen und Kinderbetreuung bestimmt ist.
„Wir tätigen Investitionen, ohne Schulden aufzunehmen“, sagte Klaus Gresel (SPD) über den Haushaltsplan. Gresel und Sandmann hoben die Bemühungen der Kommune hervor, allen Generationen gerecht zu werden – von der Jugend bis zu den Senioren. Horst Gümmer (SPD) lobte den Etat als „ordentlichen Haushalt“. Und er stellte heraus, dass die politische Arbeit ohne Querelen wie in Nachbargemeinden verlaufe. gus

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