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Haste Grundschule Haste schluckt deutlich mehr
Schaumburg Nenndorf Haste Grundschule Haste schluckt deutlich mehr
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00:24 28.11.2015
Die Arbeiten an der Grundschule Haste werden teurer als erwartet. Quelle: wil
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Haste

Beim derzeitigen Umbau werden im Vergleich zur allerersten Kostenberechnung knapp 100000 Euro mehr erwartet, das Brandschutzkonzept könnte im schlimmsten Fall sogar mehr als 160000 Euro teurer kommen. Dies hängt allerdings noch von verschiedenen Faktoren ab.

 Der Umbau ist inzwischen zu 90 Prozent abgeschlossen, schätzte Förster. Außer diversen Änderungen und Ergänzungen im Innenteil des Gebäudes erhielt die Schule zudem einen Anbau für eine neue Mensa samt Werkraum (wir berichteten). Allerdings „sind wir nicht so weit, wie wir eigentlich sein wollten“. Beispielsweise das Austrocknen des Estrichs ziehe sich derzeit leider ein wenig. Der Vorgang könnte beschleunigt werden, allerdings nur für weitere 2500 Euro, die man lieber sinnvoller anlegen sollte, so Förster. Auch unvorhergesehene Zusatzarbeiten am Bestandsgebäude schluckten noch einmal Zeit – und vor allem Geld. Und zwar hätten sich in dem Gebäude ein paar ziemlich desolate Stellen – die „Bausünden aus vorigen Jahrzehnten“ – aufgetan, die erst gerichtet werden mussten. Beim Öffnen einer Decke stellte sich beispielsweise heraus, „dass die nicht einmal einen tragenden Stahlträger hatte“, der erst neu angeschafft und eingebaut werden musste. Mit dem Abschluss der Arbeiten rechnet Förster bis Mitte Januar.

 Sobald der Umbau fertig ist, steht das Brandschutzkonzept auf dem Plan. Vor allem sind mehrere zusätzliche Rettungswege vonnöten. Im Obergeschoss werden dafür an den Unterrichtsräumen Außentreppen aus Stahl entstehen. Das Konzept nimmt zudem Einfluss auf die Gestaltung und Anordnung des Inventars, zumindest in den Fluren, die als Rettungsweg dienen. Die Schule hätte nämlich gerne Kickertische entlang des großen Flurs im Hauptgebäude aufgestellt. Diese müssten dann allerdings am Rand stehen und fest im Boden verankert werden, damit der Rettungsweg nicht absichtlich oder versehentlich durch einen solchen Tisch versperrt wird.

 Für die komplette Maßnahme samt Planung waren ursprünglich 455000 Euro angedacht. Nach aktueller Schätzung läuft es aber wohl eher auf 620000 Euro hinaus. Einen Knackpunkt könnte demnach unter anderem die bestehende Brandmeldeanlage bilden. In der bisherigen Planung war vorgesehen, die aktuelle Alarmanlage weiter auszubauen und zu ergänzen. Sollte der zuständige Sachverständige allerdings zu dem Ergebnis kommen, dass die Anlage sich nicht adäquat weiterentwickeln und ergänzen lässt, müsste sie komplett ersetzt werden. Allein das käme auf zusätzliche 100000 Euro, so Förster. kle

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