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Haste mit hoher Quote bei Einbrüchen

Gute Erreichbarkeit ein Grund Haste mit hoher Quote bei Einbrüchen

Haste belegt kreisweit den zweiten Platz bei Wohnungseinbrüchen – dieser alarmierende Umstand geht aus einer Polizeistatistik des Jahres 2014 hervor.

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Haste. Grund dafür ist nach Einschätzung der Ermittler die gute Verkehrsanbindung des Ortes.

 Die Polizei rechnet die Zahl der Einbruchdiebstähle hoch auf eine Einwohnerzahl von 100.000. Daraus ergibt sich die sogenannte Häufigkeitszahl pro Gemeinde. Für Haste liegt sie bei 513, nur Buchholz weist mit 532 einen höheren Wert auf. Die Kennzahl liegt im Kreis sonst nirgends über 370. In der Samtgemeinde Nenndorf ist Bad Nenndorf (221) die „Nummer zwei“.

 Doch in absoluten Zahlen sieht die Sache schon etwas weniger dramatisch aus. 2014 hat es 14 Einbrüche in Haste gegeben. In Bad Nenndorf waren es 23. Doch die Kurstadt hat mit 10.600 fast viermal so viele Einwohner wie Haste (2760). Auffallend ist, dass in Hohnhorst im Jahr 2014 nur einmal eingebrochen wurde, in Suthfeld zweimal.

 Die Polizei hat keine Belege dafür, warum in Haste so verhältnismäßig oft Einbrecher zuschlagen. Das Phänomen werde aber seit Jahren beobachtet. Der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes, Steffen Arndt, führt die gute Erreichbarkeit Hastes im Einklang mit der Nähe zur A2 ins Feld. Entlang der Autobahn häufen sich Einbruchsdelikte auch andernorts – die Täter können schnell große Distanzen zwischen sich und die Tatorte legen.

 Im Fall Hastes kommt Arndt zufolge hinzu, dass aus drei Richtungen viel befahrene Straßen in das Dorf führen: Aus Bad Nenndorf, Wunstorf und Kolenfeld. Darauf gehen die Fahrzeuge der Täter „in der Masse unter“, so Arndt. Anders verhält es sich, wenn eine einzelne und wenig frequentierte Straße in einen Ort führt. Dann fällt ein Auto mit auswärtigem Kennzeichen eher auf.

 So aber gelangen die Täter recht unauffällig nach Haste – Wilhelmsdorf, der zweite Gemeindeteil, war in 2014 nicht betroffen –, gucken ein lohnendes Objekt aus und verschwinden ebenso unauffällig wieder. Die gute Verkehrsanbindung ist somit Segen und Fluch zugleich. Das kennen die Haster: Auch die Bahnstrecke macht das Dorf einerseits attraktiver, doch der Lärm und bis zum vergangenen Frühjahr auch die Wartezeiten an den Schranken bilden die Kehrseite der Medaille.

 Arndt rät den Einwohnern Hastes, sich so gut wie möglich gegen Einbrüche zu wappnen. Türsicherungssysteme und Alarmanlagen seien ratsam, auch wenn es keinen absoluten Schutz gebe. Doch bereits eine Lampe mit Bewegungsmelder am richtigen Fleck könne etwas bringen. Oder ein zurückgeschnittener Busch, um Nachbarn besseren Einblick zu gewähren.  gus

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