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Haster Bahnhof wird zur Pflegeeinrichtung

Endstation Tagespflege Haster Bahnhof wird zur Pflegeeinrichtung

Das Rätselraten hat ein Ende: Offenbar plant die sogenannte Führer-Gruppe, die bereits in Stadthagen den Rosenblatt-Seniorensitz unterhält, im Haster Bahnhof eine Tagespflege einzurichten. Entsprechende Informationen bestätigte Mitgeschäftsführer Jan Fritsche auf Anfrage.

Haste. Anfang Oktober war es der Deutschen Bahn mithilfe einer Auktion gelungen, das als nahezu unverkäuflich geltende Gebäude zu veräußern. 21.000 Euro zahlte der bislang unbekannte Investor für die Immobilie. Nun ist die Katze aus dem Sack: Die Führer-Gruppe, die zahlreiche Pflegeheime in Deutschland betreibt, möchte den Bahnhof für eine Tagespflege nutzbar machen.

„Momentan sind wir dabei, die planerische Analyse voranzutreiben und die Nutzungsmöglichkeiten zu eruieren“, sagt Fritsche. Das bislang angedachte Modell der Tagespflege sieht vor, dass die zu betreuenden Senioren von morgens bis abends in der Einrichtung umsorgt werden und in der restlichen Zeit zu ihren Familien zurückkehren. „Das ist ein recht nachgefragtes Betreuungsangebot“, erklärt Fritsche.

Für die Installation eines solchen Konzepts schien den Investoren der Führer-Gruppe der bisherige Haster Schandfleck als ideal. Einerseits habe die Immobilie als Bahnhof eine „prädestinierte logistische Lage“. Anderseits habe die Führer-Gruppe ein „Faible“ für alte Gebäude. „Das ist ein charmantes Objekt. Wir sind optimistisch, dass wir ihm neues Leben einhauchen können“ so Fritsche, der auch erklärt, dass sich „Immobilie und Nachfrage“ in Haste einfach angeboten hätten. 20 bis 25 Senioren könnten dort in einer Art WG-Atmosphäre untergebracht werden.

Auch neue Arbeitsplätze stellt Fritsche in Aussicht. „Vordergründig sollen aber die vorhandenen gesichert werden“, sagt der Mitgeschäftsführer. Denn der von der Führer-Gruppe vor etwa anderthalb Jahren übernommene Rosenblatt-Seniorensitz unterhält für den ambulanten Versorgungsdienst auch eine Außenstelle in Haste. Fritsche rechnet derzeit mit etwa zehn weiteren Arbeitskräften, die künftig im Bahnhof tätig werden könnten.

Doch erst mal muss das Gebäude entsprechend hergerichtet werden. „Da spielen viele denkmalpflegerische Aspekte eine Rolle“, sagt Fritsche. Auch mit der Bahn habe man hinsichtlich des Bauvorhabens bereits Gespräche geführt. „Da steckt noch ein gutes Stück konzeptionelle Entwicklungsarbeit vor uns“, so Fritsche. Erste Sicherungsmaßnahmen seien aber schon durchgeführt wurden. Im optimistischen Fall hofft Fritsche, dass die Planungsphase zur Mitte des Jahres abgeschlossen ist.

Vorher soll allerdings die Gemeinde mit ins Boot geholt werden. Bürgermeister Sigmar Sandmann sagt: „Jemand mit einem Konzept wird grundsätzlich von der Gemeinde begrüßt.“ Man sei zu jeder Zusammenarbeit bereit. Im Haushalt für 2017 seien außerdem Gelder vorgesehen, „um neue Fördermittel einzuwerben“. Fritsche weiß um die Mittel und gab an, „den engen Draht“ zur Gemeinde suchen zu wollen. js

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