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Kaum Einblick am Kurzen Weg

Sicht versperrt Kaum Einblick am Kurzen Weg

Der tragische Unfalltod eines siebenjährigen Mädchens in Stadthagen hat hohe Wellen geschlagen. Jetzt hat sich ein Leser aus Wilhelmsdorf, der ebenfalls an einer unübersichtlichen Verkehrskreuzung wohnt, bei den SN gemeldet und gefordert: „Hier muss endlich etwas passieren.“

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Selbst Autos sind wegen der Hecke an der Kurzen Straße erst spät zu erkennen. 

Quelle: js

Wilhelmsdorf. Aktuell beobachte er jeden Morgen einen Tross von Schülern auf Fahrrädern, die eine unübersichtliche Stelle passieren, ohne richtig auf den Verkehr zu achten.

Gemeint ist die Einmündung des Kurzen Weges in die L 449 (Waldstraße). Nach Meinung des Anwohners, der namentlich nicht genannt werden möchte, fahren außer den Jungen und Mädchen auch zahlreiche andere Radfahrer nicht wie vorgeschrieben auf der Straße, sondern auf den von Haste aus kommenden Fußweg.

Das hat nach Meinung des Wilhelmsdorfers mehrere Gründe: Zum einen wurde erst im Februar 2015 die Regelung aufgehoben, dass der Fußweg gleichzeitig auch Radweg ist. „Da steckt wohl noch oft die Gewohnheit drin“, so der Anwohner. Zum anderen sei die Beschilderung, die den Fußweg explizit ausweist, zu bestimmten Jahreszeiten kaum sichtbar.

Doch damit nicht genug. Anlieger der kurzen Straße müssen nahezu in Schrittgeschwindigkeit an die Einmündung heranfahren, da nach rechts in Richtung Nordbruch eine Hecke die Sicht auf mögliche heranschießende Fahrradfahrer verdeckt.

Bisherige Anfragen erfolglos

Bislang ist an der Kreuzung noch niemand verletzt worden. „Das kann sich aber schnell ändern“, ist sich der Anwohner sicher. Er sei dort erst vor Kurzem fast selbst in einem Unfall involviert gewesen. Außerdem habe es schon zwei Zwischenfälle mit Materialschaden gegeben. Seit Jahren wird nach einem Weg gesucht, die Kreuzung zu entschärfen. Bisherige Anfragen und Verbesserungsvorschläge an Landkreis und Gemeinde blieben erfolglos.

Auf Nachfrage erklärte die Polizei Bad Nenndorf, dass es an der betroffenen Stelle bereits eine Begehung der Verkehrskommission des Landkreises gegeben habe. Die zuständige Dezernentin bestätigte das. Allerdings fällt die Kurze Straße in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde, weswegen der Landkreis nur beratend zur Seite stand, wie Andrea Stüdemann sagte. Im Ergebnis der Begehung von 2011 sei empfohlen worden, einen Spiegel anzubringen und den Rückschnitt einer Hecke anzuordnen.

Keine einheitlichen Vorgaben

André Lutz, Gemeindedirektor von Haste, möchte nun prüfen, warum die damalige Gemeindeverwaltung den Empfehlungen des Landkreises zumindest nur in Teilen nachgekommen ist. Die Hecke ist zwar geschnitten worden, wuchert nun aber wieder gewaltig. „In Sachen Heckenhöhe gibt es keine einheitlichen Vorgaben“, weiß Lutz. Das müsse man sich im Einzelfall anschauen. Lutz will nun außerdem der Frage nachgehen, warum die damalige Gemeindeverwaltung keinen Spiegel installiert hat. „Gegebenenfalls holen wir das dann nach“, so Lutz. js

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