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Mehr Schutz für Kinder

Arbeiten schreiten voran Mehr Schutz für Kinder

Der Bau des Gehwegs an der Haster Waldstraße schreitet derzeit stetig voran, im Oktober soll er fertig sein. Die Baustelle ist allerdings nicht ganz unproblematisch. Einerseits gibt es Haster, die den Gehweg trotz einstimmigen Beschlusses für überflüssig halten. Außerdem kam es mehrfach zu Pannen.

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Bei Haste wird derzeit ein neues Stück Gehweg gebaut.

Quelle: gus

Haste. 200 000 Euro kostet der Bau des Bürgersteigs. Aufs Tableau gekommen war das Vorhaben, weil die Bahnbauarbeiten einerseits zu mehr und zügigerem Autoverkehr an der Waldstraße sorgen und weil die Fußgängerunterführung auch mehr Passanten an die Straße lockt. Letztgenannten sollte mehr Sicherheit geboten werden. Die Gemeinde nutzt Fördermöglichkeiten bei der Finanzerungen – zwei Drittel der Kosten stammen aus Geld des Landes.

Gegner melden sich zu Wort

Unter den Politikern im Rat gibt es keine Zweifel: Die Investition erhöht die Sicherheit vor allem von Kindern. Diese dürfen den Fußweg schließlich bis zu einem gewissen Alter auch mit dem Fahrrad benutzen. Doch es gibt Gegner. Der frühere Grünen-Politiker Heiner Wrede hält den Bau für einen Skandal und für Geldverschwendung. Auch ein anderer Anwohner des betroffenen Bereichs meint vielsagend: „Wenn man sehr viel Geld übrig hat, dann kann man so etwas bauen.“

Wredes Ansicht nach könnten die Fußgänger auch den Weg jenseits der viel befahrenen Landesstraße am Rand des Haster Walds benutzen. Doch dies lehnt die Gemeinde ab, weil sie dann mindestens einmal die Waldstraße queren müssten – ein unnötiges Risiko.

Nachteil für Amphibien

Auch Wredes Einwand, der Gehweg sei ein Frevel am Naturschutz kontert Bürgermeister Sigmar Sandmann: Die Gemeinde Haste habe bei Rehren ein Grundstück gekauft und ökologisch aufgewertet. Die daraus resultierenden Ökopunkte setze die Kommune nun für den rund 700 Meter langen Fußwegbau ein. Dort wird ein bisher offener Graben durch eine Rohrleitung ersetzt. In Wredes Augen ein großer Nachteil für Amphibien.

Darüber hinaus hat die Gemeinde andere Aspekte des Umweltschutzes bedacht. So wurde ausgerechnet an Wredes Stelle eine Wurzelbrücke installiert, die eine als Naturdenkmal ausgewiesene Linde schützen soll.

Versorgungsleitungen beschädigt

Doch auch bei der Gemeinde ist die Freude über den Ablauf der Bauarbeiten nicht ungetrübt. Mehrfach beschädigten Arbeiter Versorgungsleitungen. An einem Grundstück im Bereich Wiesenweg trafen Baggerschaufeln ein und dieselbe Wasserleitung gar zweimal. Woran es liegt – Unachtsamkeit oder ungenaue Pläne – ist schwer nachzuvollziehen. In jedem Fall sind die den Anliegern entstehenden Engpässe Politik und Verwaltung unangenehm.

Dennoch stehen die Entscheider nach wie vor hinter der Baumaßnahme. Das Geld sei gut investiert, um Unglücke speziell mit Kindern zu vermeiden.  gus

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