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Haste Messer-Attacke: Eltern und Verlobte nehmen Angeklagten in Schutz
Schaumburg Nenndorf Haste Messer-Attacke: Eltern und Verlobte nehmen Angeklagten in Schutz
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00:26 23.04.2015
Quelle: Symbolfoto
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Haste/Bückeburg. Alle beschrieben ihn als friedfertig. Das mutmaßliche Opfer hat einen anderen Eindruck: Im Oktober 2014 soll der Mann aus Haste den Programmentwickler unter dem Vorwand, Computer für mehr als 3000 Euro verkaufen zu wollen, in seine Wohnung gelockt haben. Dort, so heißt es in der Anklageschrift, soll er mit einem Messer in der Hand nach Geld verlangt haben.

Oberstaatsanwalt Martin Appelbaum geht davon aus, dass der Haster anschließend mehrfach auf seinen Besucher eingestochen hat, um diesen zu töten und die räuberische Erpressung zu vertuschen. Das Opfer erlitt einen Messerstich oberhalb der Leber und konnte entkommen.

Bisher ist der Angeklagte eher als Betrüger in Erscheinung getreten und hat deshalb auch schon im Gefängnis gesessen. Gegenüber seiner Verlobten (37) soll er die Tat als Notwehr dargestellt haben, „weil er Angst um sich und unsere Tiere hatte“, so die Frau. Der Angeklagte gibt zu, Geld gewollt zu haben, behauptet aber, dass der andere Mann im Kampf das Messer gezogen hat.

„Mein Sohn kann keiner Fliege etwas zuleide tun“, versicherte die Mutter (61). Auf der Flucht soll der 33-Jährige noch einen Einbruch in Haste begangen haben. Richter Norbert Kütemeyer hat sieben Sitzungstage anberaumt, 24 Zeugen und einen Sachverständigen geladen. Das Urteil soll am 18. Mai verkündet werden.  ly

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