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Mit dem Latein am Ende

Haste Mit dem Latein am Ende

Friedhelm Schmieding ist mit seinem Latein am Ende. „Ich fühle mich von der Gemeinde im Stich gelassen“, sagt der Anwohner des Lindenwegs. Seit neun Jahren kann er wegen der Gefahr von Wassereinbrüchen seine Garage nicht mehr nutzen – und bislang wurde ihm wenig Hilfe signalisiert.

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Die Garage am Lindenweg steht regelmäßig unter Wasser.

Quelle: göt

HASTE. Zehnmal in 22 Jahren hatte der Haster schon Wasser in der Garage, die sich im Untergeschoss seines Hauses befindet (wir berichteten). Vor neun Jahren hatte der gelernte Maurer genug davon und baute eine Kante an den oberen Rand der abschüssigen Einfahrt. Allerdings konnte er danach nicht mehr mit dem Auto in die Garage fahren, die wenigstens trocken blieb. Bis zum vergangenen April, als das Wasser um die Kante herum die Einfahrt hinunter und in die Garage, die er jetzt anderweitig nutzt, floss.

Erneut wandte er sich an die Gemeinde. Deren Bauausschuss besah sich die Situation. Vorsitzender Frank Prietzel und Bürgermeister Sigmar Sandmann versprachen, die Sache zu prüfen. Denn Schmieding ist sich sicher, dass an der Gosse ein Gully fehlt. In der ganzen Straße sind beidseitig in 35 Metern Abstand Wasserabläufe in den Rinnen installiert – im Bereich seines Hauses beträgt die Distanz in einer Richtung 70 Meter.

Gully ja oder nein

Die Hoffnung, dass der Besuch der Politiker zu einer Verbesserung seiner Situation führt, zerschlug sich, als Schmieding vor Kurzem ein Schreiben der Gemeinde ins Haus flatterte. Darin steht, eine Prüfung im Jahr 2009 habe ergeben, dass der Gully vor der Einfahrt des betroffenen Grundstücks ausreicht, um die umliegende Fläche zu entwässern. Schmiedings Argument, die Berechnung sei veraltet, weil mittlerweile mehr Fläche am Lindenweg versiegelt ist und die Fugen des Verbundpflasters nicht mehr so viel Wasser wie einst durchlassen, erkennt die Gemeinde in dem Schreiben nicht an.

Vielmehr wird dem Haster Bürger nahe gelegt, eine von ihm vorgenommene Absenkung des Seitenbereichs der Straße rückgängig zu machen. Diese Vertiefung – trotz der dahinter deutlich höher ragenden Kante – sei möglicherweise der Grund für die Überflutungen. Diesem Rat kam Schmieding nach und entfernte auch gleich die Kante. Er geht aber fest davon aus, dass bei entsprechend starkem Regen wieder Wasser in seine Garage läuft.

Gemeindedirektor André Lutz sagt, die Gemeinde sei durchaus noch gesprächsbereit. Kritisch sei aber grundsätzlich, wenn Bürger eigenmächtig Veränderungen an Straßen vornehmen. Ein zusätzlicher Gully sei dennoch noch nicht vom Tisch. göt

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