Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Haste Mutmaßlicher Messerstecher gefasst
Schaumburg Nenndorf Haste Mutmaßlicher Messerstecher gefasst
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:50 21.10.2014
Quelle: dpa
Anzeige
Haste

Eine fünfköpfige Ermittlungsgruppe unter der Leitung von Polizeikommissar Harald Schmied hatte zwischenzeitlich die Fahndung übernommen. Auch wegen Hinweisen aus der Bevölkerung ist es nach Angaben der Polizei gelungen, den 33-Jährigen dingfest zu machen, der unter dem dringenden Tatverdacht der schweren räuberischen Erpressung und des versuchten Totschlages sowie der gefährlichen Körperverletzung steht. Er soll am Montag, 13. Oktober, einen 32-jährigen Pattenser mehrfach mit einem Messer verletzt haben.
Hintergrund des Treffens der Männer am Haster Teichweg soll die Abwicklung eines Kaufvertrages über Computer gewesen sein, den beide im Internet abgeschlossen hatten. Der Beschuldigte wollte laut Polizei die Computer nicht herausgeben, aber die vereinbarte Bargeldsumme erpressen und bedrohte den Pattenser daher mit dem Messer. Nach Einschätzung der Lage am Tag nach der Tat habe sich zunächst nur der dringende Tatverdacht einer schweren räuberischen Erpressung ergeben.
„Nach Bewertung der ersten gesichert vorliegenden Ermittlungsergebnisse im Laufe der letzten Woche besteht derzeit auch, unter anderem wegen des vorgeworfenen Messereinsatzes, dringender Tatverdacht hinsichtlich eines versuchten Totschlages“, teilt der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg, André Lüth, mit.
Daher erließ das Amtsgericht Bückeburg am 16. Oktober auf Antrag der Staatsanwaltschaft Bückeburg Haftbefehl gegen den flüchtigen Haster. Das Amtsgericht ordnete „weitere operative Maßnahmen“ – darunter eine Öffentlichkeitsfahndung – ein. Ein Mobiles Einsatzkommando (MEK) nahm den Gesuchten am Montagabend fest.
Der Beschuldigte wurde am Dienstag dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Bückeburg vorgeführt. Weitere Einzelheiten zum Tathergang am 13. Oktober und zu den Details der Fahndung geben Polizei und Staatsanwaltschaft „aus ermittlungstaktischen Gründen“ nicht bekannt. gus, r

Anzeige