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Haste / Vorvertrag verlängert

Neue Hoffnung für den Bahnhof


Eine Nachricht, die in Haste für Erleichterung sorgen dürfte, hat Kreisdenkmalpfleger Volker Wehmeyer wenige Tage nach Weihnachten erreicht: Der Vorvertrag für den Verkauf des Bahnhofsgebäudes geht für ein halbes Jahr in die Verlängerung. Bisher galt das von Wehmeyer hart erkämpfte Vertragswerk nur bis zum 31. Dezember 2011.

Das Baudenkmal muss noch auf die Sanierung warten. 

© tes

Haste (tes). Nach langen Verhandlungen war die Tochter der Deutschen Bahn AG, die DB Services Immobilien GmbH, bereit, das Gebäude für einen Euro an einen solventen Investor abzugeben und sich darüber hinaus an den Kosten zur Vorbereitung der Sanierung zu beteiligen. Der Investor macht seine Beteiligung davon abhängig, dass sich ausreichend Mieter finden.

1,8 Millionen Euro soll die Sanierung des Baudenkmals kosten. Die Gemeinde beteiligt sich mit 70 000 Euro. Zuletzt hatte der Kreistag eine Finanzspritze in Höhe von 153 500 Euro zugesagt. Dank zahlreicher weiterer Förderqellen kommen auf den Investor so etwa 670 000 Euro zu. Am Ende soll ein bezahlbarer Mietpreis entstehen.

Jetzt könne neu durchgestartet werden, freute sich Margit Götzlaff, Vorsitzende des Wirtschaftsforums über die gute Nachricht. Die Haster lieben ihren Bahnhof, das Gebäude ist Teil des Gemeindelebens, als Eisenbahnknotenpunkt ist das Baudenkmal Eingangstor für Zugreisende und Herzstück des Ortes. „Wir wollen den Bahnhof erhalten, wir wollen, dass da wieder Leben reinkommt“, bringt es Götzlaff auf den Punkt. Unsicherheitsfaktor bei Haster Geschäftsleuten bleibe das Gewerbegebiet Schwarze Mühle, das vor den Toren von Haste entstehen soll, nennt die Apothekerin eines der Hindernisse, die temporär zum Stillstand der Planungen geführt haben.

Eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden weckt Hoffnung: Viele wollen sich am Erhalt des denkmalgeschützten Gebäudes beteiligen. In welcher Form, soll jetzt im Gespräch mit dem Planer und weiteren Experten geklärt werden, sagt Götzlaff: „Wir werden uns im Januar dahinterklemmen.“ Wehmeyer, der schon Gespräche mit Interessenten aus verschiedenen Branchen von Fitness bis Gastronomie führte, setzt große Hoffnungen auf das Wirtschaftsforum, das schon eifrig an einem Konzept arbeitet: „Es wird immer deutlicher, dass der Bahnhof eine Haster Angelegenheit ist.“ Wenn der Anfang gemacht ist, kommen sicher weitere Interessenten hinzu, rät der Planer nicht allzu lange zu warten. Infomationen erteilen: Margit Götzlaff vom Wirtschaftsforum, Telefon (0 57 23) 8 16 74, die Gemeinde Haste (0 57 23) 8 19 53 sowie das Ingenieurbüro Wehmeyer (ab 9. Januar 2012) unter (0 57 22) 9 59 00.

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