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Haste Reduzierte Bahndurchsagen bereiten Sorgen
Schaumburg Nenndorf Haste Reduzierte Bahndurchsagen bereiten Sorgen
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00:19 17.12.2014
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Haste. „Bitte Vorsicht an Gleis zwei: Ein Zug fährt durch.“ An vielen Bahnsteigen sind solche Durchsagen, die vor durchfahrenden Zügen warnen, bis zu einem gewissen Grad abgeschafft worden. Die schriftlichen Hinweise an der Anzeigetafel bleiben allerdings. Dem Behinderten- und Seniorenbeirat der Samtgemeinde Nenndorf ist das nicht genug.

„Besonders Eltern von Schulkindern, Eltern behinderter Kinder sowie Ältere und sehbehinderte Personen sind besonders gefährdet und benötigen die Durchsagen, wie es bisher üblich war“, schreibt der Beiratsvorsitzende, Friedrich Kräft, in einem offenen Brief an die Deutsche Bahn. Nur die Flächen, die den Gefahrenbereich eingrenzen, zu kennzeichnen, reiche nicht aus. „Sehbehinderte und tobende Kinder achten nicht immer auf die Kennzeichnung“, mahnt der Beirat an. „Es ist uns unerklärlich, warum diese notwendigen Durchsagen nicht mehr gemacht werden.“

Auf die Warnansagen werde an ausgewählten Stationen „nach eingehender Prüfung“ verzichtet, „sofern nach einer rechnerischen Risikobewertung für die Bahnsteigkanten – entsprechend eines Risikomodells – die Sicherungsmaßnahme ,akustische Reisendenwarnung‘ nicht mehr erforderlich ist“, erklärte die Deutsche Bahn auf Anfrage unserer Zeitung. An den betreffenden Bahnhöfen sei seit September durch Aushänge und regelmäßige Durchsagen auf die Reduzierung der Warnansagen hingewiesen worden.

Mit dem Zurückschrauben der Durchsagen „tragen wir den gesetzlichen Immissionsschutzvorgaben des Bundes und der Länder zur Einhaltung von Lärmimmissionen Rechnung“, so die DB. Insbesondere die Anwohner von Bahnhöfen oder Haltestationen sollten vor den Lärmbelästigungen, die von Lautsprecheranlagen ausgehen, geschützt werden, soweit dies vertretbar ist. Sprachdurchsagen gibt es nur noch, wenn es die Situation erfordere, beispielsweise bei Zügen, die mit mehr als 160 Kilometern pro Stunde den Bahnsteig passieren. kle

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