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Sanierung des Haster Bahnhofs stockt

Gemeinde sucht Kiosk-Pächter Sanierung des Haster Bahnhofs stockt

Das Haster Bahnhofsgebäude dümpelt weiter vor sich hin – und daran wird sich allzu bald wohl auch nichts ändern. Immerhin: Der Snack-Automat soll in Kürze zurückkehren.

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Der Bahnhof in Haste.

Quelle: gus

Haste. In Haste ist das verwahrloste, dafür aber denkmalgeschützte Gebäude eines der Hauptgesprächsthemen. Immer wieder wenden sich Bürger auch an unsere Zeitung, um auf den Missstand hinzuweisen. Und darauf, dass der Zustand eher noch schlechter wird. Das Hauptproblem ist die Kostenlast der Sanierung, die der Bahnhof so bitter nötig hätte. 2,4 Millionen Euro lautet die Schätzung – und daran scheiterte das Vorhaben auch schon beim bisher letzten Anlauf, der mittlerweile etwa vier Jahre zurückliegt.

 Damals war es Bahn, Gemeinde und Landkreis nicht gelungen, einen Investor zu finden, der den Bahnhof nach einer Sanierung gewinnbringend betreiben könnte. Denn sanieren müssen DB, Kreis und Gemeinde das Gebäude erst einmal, ehe es an einen Unternehmer zu veräußern wäre. Doch der soll sich ebenfalls mit mehr als einer halben Million Euro an den Kosten beteiligen.

 „Es fehlten eine Million Euro zur Umsetzung“, erinnert sich Bürgermeister Sigmar Sandmann. Seither hat die Gemeinde Haste die auf sie entfallende Beteiligung von 95.000 Euro stets im Haushalt eingeplant, die Summe wurde jedoch von Jahr zu Jahr geschoben.

 Dem ungeachtet, nervt es die bis zu 10.000 Reisenden pro Tag vor allem, dass der Bahnhof mittlerweile nicht nur schäbig aussieht, sondern so gut wie keine Infrastruktur bietet – trotz der millionenschweren Bauarbeiten rings herum. Öffentliche Toiletten gibt es keine, der Snack-Automat wurde während der Bauarbeiten entfernt, und sogar der Kiosk ist mittlerweile dicht.

 Für den Snack-Automaten kündigte die DB auf Anfrage dieser Zeitung Besserung an: „Der durch den Umbau temporär zurückgebaute Snackautomat wird durch den Betreiber wieder aufgestellt. Ein Termin ist noch nicht bekannt“, schreibt das Unternehmen. Hinsichtlich der Toiletten winkt die Bahn ab: „Die DB bietet in allen Nahverkehrszügen Toiletten an“, lautet die lapidare Antwort. Eine Sanierung im Alleingang hat die Bahn ohnehin nicht im Sinn, weil sie das seit 2000 leer stehende Haus nicht mehr benötigt.

 Die Gemeinde arbeitet indes weiter an einer Lösung. Für den Kiosk werde ein Betreiber gesucht. Sandmann gab zudem bekannt, dass ein erneuter Gesprächstermin mit Bahnmitarbeitern bevorsteht.  gus

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