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Seniorenbeirat macht sich für blindengerechte Ampeln stark

„Stärker vibriert’s nicht!“ Seniorenbeirat macht sich für blindengerechte Ampeln stark

„Grüner wird’s nicht!“ Diesen Spruch dürfen sich viele anhören, wenn sie das Umschalten der Ampelanlage „verschlafen“. Ein Problem haben diejenigen, die die Signalleuchten gar nicht erst sehen können, nämlich blinde und sehbehinderte Menschen.

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Noch „schweigt“ die Ampel: Gert Meier (von rechts) mit dem ehemaligen Seniorenbeiratsvorsitzenden Friedrich Kräft und André Lutz, Gemeindedirektor von Haste, am Überweg am Bahnhof.

Quelle: kle

Haste (kle). Aus diesem Grund sollen die zwei Ampeln an der Hauptstraße in Haste – an der Waldstraße und am Bahnhof – ein zusätzliches Signal abgeben, sobald die Ampel auf Grün schaltet. Angedacht ist ein vibrierender Druckknopf.

 Den Anstoß gab der sehbehinderte Gert Meier aus Haste, indem er sich an den Behinderten- und Seniorenbeirat Nenndorf wandte – mit dem Wunsch, sich für ein akustisches Signal an der Bahnhofsampel starkzumachen. Der Beirat wandte sich daraufhin Ende Mai an die zuständigen Verkehrsbehörden. Gestern kamen schließlich alle Beteiligten – Vertreter des Beirates, der Samtgemeinde, des Straßenverkehrsamts und der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr – zu einem Ortstermin zusammen, um sich ein Bild von der Situation zu machen.

 Grundsätzlich werden solche zusätzlichen Signale überall dort umgesetzt, wo sie erwünscht sind. Allerdings sei es immer wichtig, sich über alle Details im Vorfeld gut abzustimmen, erklärte Dirk Lueg vom Landesamt. Denn blindengerechte Ampeln gibt es in vielen Formen, das Standardmodell gibt durchgehend einen knackenden oder piependen Ton von sich, damit die Anlage auch von jedem gefunden werden kann. Gerade für Anwohner sei das natürlich nicht so erfreulich.

 Dieses Komplettmodell sei für Haste sicherlich nicht notwendig, glaubt Meier. Eine bessere Hilfe fürs Überqueren dagegen schon. Die Anwesenden einigten sich daher auf einen „Vibrationsalarm“. Dazu wird eine neue Ampel mit angepasster Grünphase eingebaut, deren Druckapparat an der Unterseite einen zusätzlichen Knopf hat. Wird dieser betätigt, beginnt das Gerät zu vibrieren, sobald die Fußgängerampel grün wird.

 Ebenso soll die Bedarfsampel an der Waldstraße ein solches Vibrationssignal bekommen. Diese wird seit der Schließung des Bahnübergangs zwar seltener genutzt als früher, ist wegen des endenden Bürgersteigs auf der Westseite und der Zuwegung zum Seniorenheim aber immer noch bedeutsam. Zudem sollten die Ampeln sinnvollerweise einheitlich sein, damit bei Nutzern keine Verwirrung entsteht. Die Kosten für den Umbau trägt der Bund.

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