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Haste Totgeborenes Kind
Schaumburg Nenndorf Haste Totgeborenes Kind
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14:10 21.08.2017
HASTE

„Das wäre ein totgeborenes Kind“, sagt der Inhaber des Gebäudes mit dem rund 60 Quadratmeter großen Raum. Bereits zwei Geschäfte dieser Art waren dort nacheinander beheimatet, beide mussten schließen – zuletzt 2014. Seitdem ist Seegers auf der Suche nach einem Nachfolger. „Ein Kioskbetrieb rentiert sich einfach nicht“, weiß er, es gebe schon zwei Lebensmittelhändler und eine Tankstelle in Haste, „dort holen die Leute auch ihre Zigaretten und Kleinigkeiten“, vermutet Seegers. Und als Vermieter sei ihm selbstredend eine „finanzielle Sicherheit“ des Pächters durchaus wichtig.

In den vergangenen drei Jahren haben sich zwar ein paar Interessenten gemeldet, über erste Vorgespräche gingen jene Verhandlungen aber nicht hinaus. So gab es beispielsweise eine Selbstverteidigungsschule, die sich für den Raum interessierte. Allerdings waren jener die Decken zu niedrig.

Hoffnung besteht noch

Auch Betreiber von Pizzerias zeigten Interesse, jedoch ist im Geschäftsraum nur eine Toilette vorhanden. Zu wenig, um einen Gastronomiebetrieb zu eröffnen. Seegers hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, etwa als Büroraum seien die Räumlichkeiten gut geeignet.

In der Haster Verwaltung hat man die Hoffnung auf ein neues Kiosk noch nicht ganz begraben. Gemeindedirektor André Lutz spricht zwar davon, dass es „schön wäre, dort wieder Betrieb zu haben“. Allerdings weiß auch er, dass an der Hauptstraße ein Kiosk nur schwer überleben könnte. „Direkt im Bahnhofsgebäude wäre es lukrativer“, so der Gemeindedirektor.

Doch in die ortsprägende Immobilie wird wohl kaum ein neues Kiosk ziehen, die so genannte Führergruppe plant dort nämlich, eine Tagespflege zu installieren (wir berichteten). Ohnehin sei die Förderung eines neuen Kiosk im Rat kein konkretes Thema gewesen. „Wir wussten ja nicht, was mit den Bahnhof passiert. Jetzt könnte es aber wieder interessant werden“, so Lutz. js