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Haste Viel gesägt – viel gepflanzt
Schaumburg Nenndorf Haste Viel gesägt – viel gepflanzt
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00:27 19.12.2014
Thorsten Wenig (links) und Achim Hördler an einer der beiden Sammelflächen. Quelle: gus
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Von Guido Scholl

Haste/Rehren. Anlass ist eine neue Verordnung für die Uferbepflanzung an Wasserstraßen. Das Papier aus dem Jahr 2011 sieht vor, dass Dämme nicht mehr – wie früher üblich – mit Bäumen versehen sein dürfen. Ein Grund: Die Wurzeln hinterlassen nach dem Absterben der Pflanzen Lücken. Außerdem soll von nun an das untere Drittel der Dämme frei gehalten werden, damit die Sichtkontrolle erleichtert wird.

Sollte ein Kanaldamm ein Leck bekommen, wäre der Schaden nur sehr aufwendig zu beheben, wie Thorsten Wenig, Leiter des WSV-Außenbezirks Lohnde, erklärt. Somit handelten die beiden Bundesbehörden vorsorglich, indem sie die Dämme von Bäumen befreiten.

Allerdings musste nicht überall die Säge kreisen, weil stellenweise keine Dammaufbauten an den Ufern nötig sind beziehungsweise diese Anlagen so dick sind, dass Bäume toleriert werden können. Dennoch fällten die Arbeiter in den vergangenen Monaten 2676 Bäume ab einem Stammdurchmesser von zehn Zentimetern.

Unter Regie von Forstrevierleiter Achim Hördler wurden aber auch rund 8300 junge Bäume neu gepflanzt, der Großteil davon an zwei Sammelstellen zwischen Nordbruch und Idensen. Eine dieser Flächen umfasst 600 Quadratmeter und wurde vor allem mit Buchen, Ulmen und Eichen bestückt. Die zweite Sammelstelle – rund einen Hektar groß – musste einem Landwirt abgekauft werden. Darauf stehen jetzt maßgeblich Eschen und Wildkirschen. Von den 8000 Setzlingen dieser beiden Areale wachsen etwa 20 Prozent zu großen Bäumen heran und bilden dann zwei kleine Waldstücke.

Darüber hinaus verteilt der Bundesforstbetrieb 240 Bäume – beispielsweise Eschen, Ahorne, Erlen und Obstbäume – sowie heimische Büsche an mehreren Stellen. So entsteht an der Rehrener Benjeshecke eine zusätzliche Streuobstwiese. Ein Ziel bei den gesetzlich vorgeschriebenen Ersatzpflanzungen war es, die Bäume so zu platzieren, dass benachbarte Wald- oder Buschflächen miteinander verbunden werden.

Die Mitarbeiter der WSV und der Bundesforste achteten außerdem darauf, dass die Ersatzpflanzungen ortsnah erfolgten. Auch dies ist eines der geltenden Gebote. Doch weil sie nicht beliebig viele Flächen zur Auswahl hatten, die um Besitz des Bundes stehen, mussten sie eine der Flächen kaufen.

Derzeit werden aber weitere geeignete Flächen gesucht, denn die Pflanzungen sind noch nicht abgeschlossen. Erst 150 der 240 Einzelbäume haben einen Platz gefunden. Außerdem werden noch die Wurzelstümpfe gefällter Bäume ausgefräst und die Löcher anschließend mit Kies gefüllt.

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