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Wie die Yucca-Palme in den Wald gelangt

Haste / Müllentsorgung Wie die Yucca-Palme in den Wald gelangt

Grünpflanzen aus Wohnzimmer und Garten einfach im Wald entsorgen – kein Problem, das sind doch schließlich auch nur Pflanzen, oder? Irrtum, teilt das Niedersächsische Forstamt Saupark mit.

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Von der Fensterbank in den Wald: Zimmerpflanzen, wie diese Yuccapalmen samt Wurzeln tauchen vermehrt im Haster Forst auf.

Quelle: pr.

Von Kirsten Elschner

Haste. In den ortsnahen Waldgebieten der Försterei Haste nimmt die Müllentsorgung immer größere Ausmaße an, teilt Pressesprecher Joachim Hansmann mit.

 Es handelt sich um Gartenabfälle, Zimmerpflanzen und Rasenschnitt, gemischt mit Plastik-Müll. Auch die Polizei hat ein Auge auf diese illegale Entsorgung geworfen. Laut Niedersächsischem Bußgeldkatalog Umwelt kostet das unrechtmäßige Entsorgen von pflanzlichen Abfällen je nach Menge zwischen 20 und 1500 Euro. Einige Fälle konnten laut Hansmann bereits zur Anzeige gebracht werden.

 Neu sei dieses Phänomen nicht, berichtet Astrid Platte, die derzeit das Revier in in Haste betreut, vor allem im Herbst, wenn Gartenbesitzer den Grünschnitt vornehmen. „Dabei gibt es doch die Grüne Tonne“, äußert sie ihr Unverständnis. Das Phänomen der Entsorgung im Wald ist Hansmann zufolge schlimmer geworden, seitdem Revierförster Heiner Wrede im Ruhestand ist. Die Stelle ist nun vacant. Einen Zusammenhang mit Müllgebühren schließt Hansmann ebenfalls nicht aus.

 Der Abfall im Wald sei nicht nur ein optisches Problem, oft verbreiteten sich auf diese Weise auch Pflanzenarten, die nichts im Wald zu suchen hätten und heimische Arten verdrängten. Erst kürzlich hat Hansmann einige Yucca-Palmen samt Wurzeln im Haster Wald entdeckt.

 Platte erklärt: „Jeder Bestand hat sein eigenes kleines Ökosysthem“. Durch gezüchtete Pflanzen werde dies durcheinandergebracht. Im organischen Müll verborgene Metall- und Plastikteile gefährden zudem die Waldtiere.

 Mit den Pflanzen aus dem Garten verbreiten sich auch die an ihnen vorkommenden Schädlinge. Als Beispiel nennt Hansmann den Asiatischen Laubholzbockkäfer. Die eigentlich in Ostasien heimische Bockkäferart kommt mittlerweile auch in den USA und Mitteleuropa vor und wird als Holzschädling gefürchtet.

 Besonders häufig, so Platte, finde man Abfälle in Häusernähe und an Parkplätzen. Manchmal führten regelrechte Trampelpfade zu den Müllhaufen. Platte bittet die Bevölkerung um Mithilfe. Hinweise auf illegale Entsorger nimmt sie unter 0170-6317543 entgegen.

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