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Haster Bahnhof soll versteigert werden Zum ersten, zum zweiten ...

Der Haster Bahnhof kommt unter den Hammer. Obwohl das Gebäude bislang als nahezu unverkäuflich galt, will die Deutsche Bahn es nun mit Hilfe eines Auktionshauses versteigern.

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Der Haster Bahnhof steht zur Versteigerung. Die Gemeinde Haste wird aber auf keinen Fall mitbieten.

Quelle: Pr

HASTE. Am 30. September versteigert die Karhausen AG mit Sitz in Berlin das Gebäude. Das Auktionshaus ist auf die Versteigerung außergewöhnlicher Immobilien ausgerichtet. „In den vergangenen Jahren wurden viele Spezialimmobilien vermarktet, unter anderem circa 600 Bahnhöfe aus dem Portfolio eines Finanzinvestors und im Auftrag der Deutschen Bahn AG“, schreibt Wirtschaftsjurist Matthias Knake aus dem Karhausen-Vorstand. Auch Schlösser, Wälder und sogar Eisenbahnbrücken habe das Unternehmen an neue Besitzer gebracht.

Der stark sanierungsbedürftige Haster Bahnhofsbau verfügt über eine Wohn- beziehungsweise Nutzfläche von 950 Quadratmetern, das zugehörige Grundstück ist rund 1106 Quadratmeter groß. „Das Gebäude bedarf einer umfassenden Sanierung, aber die Lage nahe Hannover und mögliche Fördermittel für die Instandsetzungsarbeiten machen das Objekt durchaus attraktiv“, erläutert Auktionator Knake. Das Mindestgebot liegt trotzdem nur bei 4900 Euro zuzüglich Courtage.

Gemeinde wünscht sich seit Jahren die Sanierung

Ob ein Eigentümerwechsel für Haste gut oder schlecht wäre, ist schwierig zu prognostizieren. Die Gemeinde wünscht sich seit Jahren die Sanierung des ungenutzten Gebäudes, da es der hässlichste Leerstand an der Ortsdurchfahrt ist. Doch die Bahn hatte zuletzt eher wenig eigenes Interesse an einer Lösung zur Schau getragen.

Seit Langem liegen Pläne in der Schublade, wie eine Sanierung zu finanzieren wäre – unter Hinzunahme von Fördergeld und mit Unterstützung des Landkreises. Geld steht ständig bereit im Haster Etat, um eine Lösung zumindest mitzufinanzieren. Doch abgerufen wurde es nie, weil der Kern des Planes einen Investor vorsieht, der ein eigenes Projekt in dem Ex-Bahnhofsgebäude umsetzen möchte. Und den hat es bislang nicht gegeben.

Ob die Auktion erfolg bringen wird, sei abzuwarten, sagt Bürgermeister Sigmar Sandmann. Die Gemeinde sei über den Schritt informiert und begrüße ihn auch grundsätzlich, weil sich zeige, dass Bewegung in die Sache komme. Und wenn ein Investor zugreife, werde die Gemeinde mit diesem in einen Dialog treten und beispielsweise auch mit Hinweisen auf Fördertöpfe assistieren.

Allerdings rechnet Sandmann mit keiner schnellen Lösung. Sollte jemand den Bahnhof in seinen Besitz bringen, müsste anschließend die Bahn noch Änderungen an der Lage von Stromleitungen vornehmen. Deren Nähe zum Gebäude war bisher der Grund, warum Investoren nur äußerst geringen Spielraum bei etwaigen Umbauarbeiten gehabt hätten. Die Leitungen zu verlegen, wäre einigermaßen kompliziert.

Haste wird auf keinen Fall mitbieten

Die Gemeinde wird Sandmann zufolge auf keinen Fall mitbieten. Dafür hängt ein viel zu hoher Sanierungsbedarf an dem Haus. Gemeindedirektor André Lutz erklärt, dass ein Investor auch keineswegs freie Hand bei der Umnutzung des Gebäudes hätte. Dabei müsste er sich an die Vorgaben des Bebauungsplans halten. Über Änderungen daran müsste der Gemeinderat entscheiden.

Die Auktion geht in Berlin über die Bühne. Interessenten können sich vorab und als Telefonbieter registrieren lassen oder einen schriftlichen Auftrag für die Versteigerung erteilen. Mehr Informationen gibt es beim Auktionshaus unter der Telefonnummer (030) 8904856 und auf www.karhausen-ag.de. gus

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