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Abrechnungen und Widersprüche

Hohnhorst / Gemeinderat Abrechnungen und Widersprüche

Der gescheiterte Abwahlversuch gegen Bürgermeister Wolfgang Lehrke hat im Gemeinderat Hohnhorst am Donnerstagabend einige verblüffende Nebenwirkungen gehabt.

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Quelle: pr.

Von Guido Scholl

Hohnhorst. Erst wollte die SPD über das Thema diskutieren, nach der Abstimmung aber doch nicht mehr. Und die CDU hatte eingangs etwas gegen eine Aussprache, kritisierte die SPD dann aber für deren „Flucht“ nach der Sitzung.

Heinz-Konrad Rohrßen (CDU) nutzte die Gelegenheit, nachdem Lehrke samt SPD-Fraktion den Raum verlassen hatte, zu einer Generalabrechnung. Beide liegen seit Jahren im Clinch, im Zentrum steht der umstrittene Radwegbau zwischen Hohnhorst und Haste. Die Nachfrage des Bürgermeisters bei der Deutschen Bahn, ob dieses Projekt nicht mit Plänen des Konzerns kollidiert, unbeschrankte Bahnübergänge generell zu schließen, war ein Hauptgrund gewesen, dass die CDU-Fraktion zuletzt gegen den Bürgermeister aufbegehrte.

„Feige“ sei Lehrke, dass er sich der Diskussion nicht gestellt habe und nach einer eigenen Gardinenpredigt abgerauscht sei. Dabei hatte es die CDU zuvor ausgeschlagen, über die Abwahl-Argumente zu sprechen. Diskutiert wurde indes erst nach der Abstimmung. Jedoch sprachen die Politiker nicht miteinander sondern übereinander.

„Ich bin hier der Hausherr, das ist ja eben bestätigt worden“, sagte Lehrke, ehe er von dannen ging. Ein Umdenken des Bürgermeisters lasse dies nicht erkennen, so Rohrßen. Lehrke habe schließlich gerade acht Gegenstimmen bekommen und nur fünf Unterstützer gehabt.

Denn dies hatte sich Antragsteller Heiko Balke (WGN) gewünscht: Für den Fall, dass es mit der Abberufung nicht klappt, solle Lehrke den Vorgang zumindest als Denkanstoß begreifen und künftig weniger im Alleingang agieren. Die im Sitzungszimmer verbliebenen Politiker werteten Lehrkes Abgang als Zeichen dafür, dass es ein solches Umdenken nicht geben wird.

Rohrßen indes schmiedete seinerseits Pläne, die nicht ganz ohne inneren Widerspruch waren. Einerseits prophezeite der CDU-Fraktionssprecher, dass CDU und WGN fortan in allen Punkten gemeinsame Sache machen werden. Es gebe acht Politiker, die gewillt seien, die Gemeinde vernünftig voranzubringen. Dann fragte er aber: „Wie wollen wir die nächsten zwei Jahre überstehen?“

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