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Änderung bewilligt: Eibe hui, Thuja pfui

Hohnhorst / Debatte Änderung bewilligt: Eibe hui, Thuja pfui

Der Gemeinderat Hohnhorst hat die Änderung der Gestaltungssatzung für den Ort fürs Erste abgenickt. Dem Papier zufolge sollen ab 2014 neue Bestimmungen beispielsweise für Grundstücksbegrenzungen, Dachfarben, Dachneigungen und Fassadenfärbungen gelten. Der vom Rat goutierte Entwurf soll aber noch öffentlich ausgelegt werden.

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Hohe Grundstücksbegrenzungen wie diese sollen in Hohnhorst künftig untersagt werden.

Quelle: gus

Von Guido Scholl. In den historisch gewachsenen Siedlungsbereichen sind demnach beispielsweise die Farbtöne Rot-Rotbraun, Braun-Dunkelbraun und Schwarz-Anthrazit für Dachziegel vorgeschrieben. Verboten ist „bewegtes“ Licht an Werbetafeln. Außenwände dürfen nur mit Sichtmauerwerk, Putz und Holzverschalung gestaltet werden. Auf Vorschlag Ulrike Junks (SPD) wurde noch der Zusatz aufgenommen, wonach Grundstücksgrenzen zusätzlich zu Laubgehölzen auch mit einheimischen Nadelgehölzen – beispielsweise Eibe – bepflanzt werden dürfen. Thujahecken hingegen sollen ausdrücklich auf die „Pfui-Liste“.

 Otto Tatge (CDU) wunderte sich darüber, dass Grundstücke in Neubaugebieten mit zwei Meter hohen Zäunen „abgeschottet“ werden. In Hohnhorsts älteren Siedlungsteilen sollen nun 1,20 Meter als Maximalhöhe festgesetzt werden. Lehrke pflichtete Tatge bei, dies sei unglücklich, und es stelle sich die Frage, wie mit Abweichlern umzugehen ist.

 Der Landkreis sei Bauordnungsbehörde, im Extremfall könne die Gemeinde Verstöße anzeigen und die Einhaltung des eigenen Ortsrechts umsetzen. Es könne aber auch sein, dass im Bebauungsplan andere Reglementierungen vorgegeben werden als in der Gestaltungssatzung. Grundsätzlich gelte: Was nicht im Bebauungsplan festgelegt ist, muss gemäß der Gestaltungssatzung gebaut werden.

 Uneins waren sich die Politiker hinsichtlich Stabgitterzäunen. Bürgermeister Wolfgang Lehrke mochte solche Einfriedungen nur in „begrünter“ Form genehmigen. Bärbel Koch entgegnete, sie finde Stabgitter deutlich angenehmer als Jägerzäune. Gegen die Stimme des Bürgermeisters wurden die Gitterzäune als erlaubt in die Satzung integriert. „Eine herbe Niederlage“, sagte Lehrke im Spaß.

 Ziel der Änderungen an der Gestaltungssatzung ist es, das typische Ortsbild in den Kernbereichen der Orte zu bewahren. Die alte Satzung stammte aus dem Jahr 2002. Noch ist das neue Regelwerk nicht amtlich, der Rat muss die öffentliche Einsichtnahme abwarten.

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