Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Ampel contra Radweg

Hohnhorst Ampel contra Radweg

Dass das letzte Wort in Sachen Ampel an der Bundesstraße 442 vor der Abzweigung nach Hohnhorst noch nicht gesprochen ist, hatte Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) auf Anfrage bereits deutlich gemacht. Über die Ordnung der Prioritäten in der Causa Dunkelampel gehen die Ansichten innerhalb und zwischen den Parteien aber weit auseinander.

Voriger Artikel
Grünpflege-Verträge auf dem Prüfstand
Nächster Artikel
Kirchweg ächzt unter Autos

Die Bushaltestelle an der B442 und der dortige Rad- und Fußweg sind von Hohnhorst aus nur schwer zu erreichen. Ob eine Ampel deswegen sinnvoll wäre, darüber scheiden sich weiterhin die Geister.

Quelle: kle

Hohnhorst. Lehrke hatte angekündigt, die Sache wieder ins Rollen bringen zu wollen, nachdem die Stadt Bad Nenndorf ihre Dunkelampel für Waltringhausen über die B442 – nach zweimaliger Absage der Verkehrskommission – doch noch durchgesetzt hatte (wir berichteten). Auch für Hohnhorst gab es ein klares Nein. Da hier die Sachlage aber vermutlich eine etwas andere sei und eine mögliche Ampel von der Polizei sogar als kontraproduktiv eingestuft wurde, habe dieses Thema für ihn nicht mehr oberste Priorität, so Lehrke.

Dennis Grages, Vorsitzender der SPD Hohnhorst, sieht das anders: „Wir halten die Errichtung einer Ampel an der Bundesstraße weiterhin für sehr wichtig“, schreibt er im Namen der SPD in einer Pressemitteilung. Ihre Umsetzung sollte jedoch „mit Hochdruck weiterverfolgt“ werden, nachdem die Verkehrskommission im Fall Waltringhausen umgeschwenkt sei. Eine Ampel an dieser Stelle trage „maßgeblich zu einer höheren Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer bei, die die viel befahrene Straße überqueren müssen, um beispielsweise aus Hohnhorst nach Haste oder Suthfeld zu gelangen oder die Bushaltestelle nutzen zu können“.

Gerade wegen der gefährlichen Situation ist die Hohnhorster CDU „weiterhin gegen diese Querung und für einen Ausbau des Radwegs ,Schwarze Mühle‘“, wie Ratsmitglied Werner Bövers auf Anfrage erklärte. Dieser Weg, der parallel zur B442 unter der Bahnbrücke hindurch nach Haste führen soll, wird seit langer Zeit kontrovers im Rat diskutiert. Ein Problem an der B442-Querung, abgesehen von dem allgemeinen Gefahrenpotenzial, sei der Umstand, dass die Hohnhorster die Straße zweimal queren müssten, um zum Bahnhof in Haste zu kommen. Hinzu komme, dass eine zusätzliche Ampel die gerade bei Autobahnstaus schwierige Verkehrssituation vor den Toren Hastes und Hohnhorsts noch weiter verschärfen würde, so Bövers.

Die SPD ist bekanntlich kein Freund der Planungen zum neuen Radweg. „Wir können uns diesen Weg finanziell leider einfach nicht leisten“, glaubt Sven Hasenstab, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat Hohnhorst. kle

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg