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Applaus für Friedensangebot

Bauausschuss Hohnhorst Applaus für Friedensangebot

Der Bauausschuss hat für einen Kompromiss gestimmt, um endlich die Debatte um das Hohnhorster Baugebiet Hinter den Höfen zu beenden. Ausgleichsmaßnahmen von Privatleuten, die dort versäumt worden waren, werden nun nicht mehr in Gänze nachträglich eingefordert.

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Um die Ausgleichs-Debatte im Wohngebiet Hinter den Höfen soll bald Gras wachsen.

Quelle: gus

HOHNHORST. Doch auch seitens der Gemeinde hat es Fehler gegeben. Planer Matthias Reinold schlug vor, dass eine bereits vorhandene Baumreihe an der Südgrenze des Wohngebiets in den Bebauungsplan aufgenommen wird. Dies würde ein grünes Band an der Siedlungsgrenze, wie im alten Bebauungsplan schon gefordert, darstellen. Ferner hielt Reinold es für zumutbar, dass jeder Eigentümer auf seinem Grundstück pro angefangenen 400 Quadratmeter Fläche einen Baum pflanzen muss – in aller Regel dürfte dies bereits geschehen sein. Infrage kommt eine große Bandbreite an heimischen Gehölzen.

Eine externe Ersatzmaßnahme für den ökologischen Eingriff, den das Baugebiet mit sich gebracht hatte, muss die Gemeinde demnach an einem Feldweg in der Nähe des Wohngebiets realisieren. Auf einer Breite von 15 bis 20 Metern werden auf dem Areal Bäume und Sträucher gepflanzt. Ingenieur Reinold sprach von einer insgesamt „gelockerten Festsetzung“, die nun realisiert werden soll.

Festsetzung muss amtlich verankert werden

Diese „gelockerte Festsetzung“ muss nun aber noch per Bebauungsplanänderung amtlich verankert werden. Dazu wird das Papier erst einmal für die Bürger bei der Gemeinde zur Einsicht ausgelegt. Danach wird der Planentwurf erneut öffentlich ausgelegt, zahlreiche Behörden und andere Träger öffentlicher Belange müssen dazu Stellung beziehen. Die Rede war von etwa 40 Stellen. Anschließend muss der Rat die Planänderung beschließen.

Frank Sailer (SPD) sprach an, dass die Einwohner deutlich schlechter wegkämen, beharrte die Gemeinde auf der Umsetzung der ursprünglichen Statuten. Doch Bürgermeister Cord Lattwesen (CDU) gab zu bedenken, dass auch dem Gemeinderat Versäumnisse anzukreiden sind. Dies sei erst in der vergangenen Ratsperiode bemerkt worden – die alten Festsetzungen seien allerdings rund 20 Jahre alt.

Die Schuldfrage zu dem Schlamassel

Der Bürgermeister bezeichnete die jetzige Ausarbeitung als gelungenen Wurf. Diese sei in Absprache zwischen der Interessengemeinschaft der Bauherren (IDB) und Reinold entstanden. „Die Zusammenarbeit mit der IDB ist derzeit super“, betonte Lattwesen, der es ablehnte, „in die Vergangenheit zu schauen“, als Christian Reese (CDU) die Schuldfrage zu dem Schlamassel stellte.

Die jetzigen Erfahrungen werde die Gemeinde aber in der Zukunft berücksichtigen. Private Ausgleichsmaßnahmen seien immer ein Problem, so Lattwesen mit Blick auch auf ähnliche Vorgänge in Bad Nenndorf. Für seinen Einsatz erhielt der Bürgermeister Lob und Applaus von den Zuhörern.  gus

Kosten werden geteilt

In dem Bebauungsplan für das Wohngebiet Hinter den Höfen soll nun auch stehen, dass die Gemeinde einen dortigen Graben mäht. Zweimal pro Jahr soll dies geschehen, frühestens am 15. Juni. Dasselbe gilt für zwei Wiesenflächen, wobei die Anordnung dieser Flächen noch einmal diskutiert werden muss, wie Bürgermeister Cord Lattwesen sagte, als er auf Ungereimtheiten angesprochen wurde. Die Kosten für die Änderung am Bebauungsplan trägt grundsätzlich die IDB, die Gemeinde will sich aber beteiligen.  gus

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