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Bahn zieht Bauwunsch zurück

B-Plan-Änderung bleibt wohl an Gemeinde hängen Bahn zieht Bauwunsch zurück

Nach dem Hin und Her um die Frage, wer wie viel für die Änderung eines Bebauungsplans (B-Plan) für den Hohnhorster Ortsteil Scheller zahlen soll, hat die Deutsche Bahn (DB) nun ihre Bauvoranfrage zurückgezogen, wie Bürgermeister Wolfgang Lehrke bei der Sitzung des Bauausschusses am Montag mitgeteilt hat.

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Hohnhorst (kle). Die Kosten für die B-Plan-Änderung werden damit wohl komplett an der Gemeinde hängen bleiben, so Lehrke.

 In der Diskussion geht es um das Bauland zwischen Feldweg und L442. Die Grundstücke befinden sich im Besitz der DB, die bereits vor Monaten eine Bauvoranfrage beim Landkreis eingereicht hat. Dem B-Plan zufolge ist dort eine weitere Wohnbebauung zulässig. Allerdings ist die neue Verkehrslage infolge der Bahnbrücke darin nicht berücksichtigt worden, deshalb sind laut Plan auch keine weiteren Lärmschutzmaßnahmen vorgeschrieben. Bei eventuellen Folgeschäden für neue Anwohner hätten diese vermutlich ein Anrecht auf Schadensersatz.

 Dies ist jedoch nicht der einzige „Fehler“ im B-Plan. Im Zuge der Straßenarbeiten wurde ein Teil des Grundstücks der Bahn überbaut, dürfte im Plan also nicht mehr als Baufläche ausgewiesen sein. Die Gemeinde habe beide Neuerungen damals nicht ändern lassen, da viele im Rat davon ausgegangen waren, „dass dort sowieso niemand bauen möchte“, erklärte Lehrke auf Anfrage dieser Zeitung.

 Eine Änderung des B-Plans käme auf etwa 10000 Euro. Die Bahn hatte angeboten, zwei Drittel davon zu übernehmen. Die Mehrheit der Politiker war jedoch der Ansicht, dass die Bahn, wenn sie dort bauen möchte, alle Kosten selbst übernehmen sollte – was Lehrke nun ziemlich wurmt. Denn jetzt habe die Bahn beschlossen, ihre Baupläne nicht weiter zu verfolgen. Laut DB gibt es sogar schon einen potenziellen Käufer für die Fläche. „Der dürfte dort dann ganz unkompliziert bauen, so wie es der B-Plan erlaubt“, warnte Lehrke. Die Gemeinde müsste sich dann auf entsprechende Regressforderungen gefasst machen – wenn sie nicht selbst einen neuen B-Plan in Auftrag gebe, der die neue Straße und den Lärmschutz berücksichtigt.

 In diesem Zusammenhang äußerte Sven Hasenstab (SPD) noch einmal den Wunsch nach einer Park&Ride-Anlage. Die Gemeinde selbst könnte die Fläche dafür kaufen, lautete ein Vorschlag. Zu dem aktuellen Grundstückspreis schlossen die Politiker das aber aus.

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