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Den Nerv getroffen

Planungen zum Dorfgemeinschaftshaus starten Den Nerv getroffen

Ingrid Möller hat sich sichtlich gefreut, dass kein Stuhl im Vereinsheim leer geblieben ist. „Man sieht, wir brauchen mehr Platz“, sagte die Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Rehren zu Beginn der rund dreistündigen Sitzung des Arbeitskreises Dorferneuerung und sprach damit indirekt das beherrschende Thema der Zusammenkunft an: die Schaffung eines Dorfgemeinschaftshauses.

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Diese Scheune soll zur Begegnungsstätte umgestaltet werden.

Quelle: js

Rehren. Objekt der Begierde ist eine Scheune am Ortsrand von Rehren in unmittelbarer Nähe des Pfads der Sinne. Nach den Vorstellungen der Dorfgemeinschaft soll dieses Gebäude renoviert und als Begegnungsstätte dienen. Im Ort gebe es keinen barrierefreien Veranstaltungsort, erklärte Möller. Außerdem schaffe eine renovierte Scheune „Raum für kulturelles Leben von Vereinen“ und stärke das Heimatbewusstsein, warf Arbeitskreismitglied Meinhard Strohschnieder ein.

"Einmalige Chance"

Finanziert werden soll das Projekt mit Zuschüssen aus dem Dorferneuerungsprogramm. Dass diese jenseits der 70-Prozent-Marke liegen können, sei für Möller eine „sensationelle Quote“. Auch Bürgermeister Wolfgang Lehrke sprach von einer „einmaligen Chance“.

Wie das Dorfgemeinschaftshaus aussehen könnte, hat Bauingenieur Volker Wehmeyer mithilfe von ersten Projektskizzen dargestellt. Die Varianten unterscheiden sich primär in der Größe und den Möglichkeiten der Abtrennung des Saals. Wehmeyer hat mit ungefähr 600000 Euro kalkuliert, betone jedoch, dass diese Schätzung sehr hoch angesetzt sei.

Lärmbelästigung auf ein Minimum reduziert

Dem Vernehmen nach stießen die Vorstellungen des Ingenieurs auf Zustimmung. Ein Zuhörer wies allerdings auf den seiner Ansicht nach baufälligen Zustand des Gebäudes hin. „Da habe ich schon viel Schlimmeres gesehen“, sagte Wehmeyer. Die Bausubstanz des Gebäudes sei weder „besonders schlecht noch besonders gut“. Auch die mögliche Lärmbelästigung durch Feiern wurde angesprochen. Jene sei aber durch ein spezielles Belüftungssystem auf ein Minimum reduzierbar, so Wehmeyer.

Vorhaben trifft auf Zustimmung

Ein anderer Besucher zweifelte an, ob angesichts des Sportheims und des Hauses der Landjugend ein Dorfgemeinschaftshaus mit Leben gefüllt werden könne. Möller entgegnete, dass man die Begegnungsstätte allen Arten von Vereinen zur Verfügung stellen würde. Strohschneider sprach außerdem von „Möglichkeiten, die uns heute noch gar nicht bewusst sind“.

Auch Ratsherr Cord Lattwesen schien nicht vollends überzeugt und wies darauf hin, dass die Gemeinde schon einige Gebäude in Besitz habe, die unterhalten werden müssen. Dem stimmte Bürgermeister Lehrke zwar zu, „aber wenn wir unter energetischen Gesichtspunkten bauen, halten sich die Unterhaltungskosten stark in Grenzen“, sagte Lehrke.

Trotz einiger Zweifler scheint das Vorhaben den Nerv der Rehrener zu treffen, wie einige Beifallsbekundungen zu den Redebeiträgen der Arbeitsgruppe zeigten. Doch die Entscheidung darüber liegt beim Gemeinderat, der sich, sollten die notwendigen Genehmigungen für den Bau vom Landkreis eingeholt werden, Ende des Jahres mit dem Thema befassen wird. js

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