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Der CDU ist der Appetit vergangen

Hohnhorster Ratsfraktion nimmt nicht an Abschluss-Essen teil Der CDU ist der Appetit vergangen

Das politisch turbulente Jahr 2014 ist für die Gemeinde Hohnhorst mit einem gepfefferten Nachschlag zu Ende gegangen.

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Quelle: pr.

Hohnhorst.  Als das Jahresabschluss-Essen des Rates in der Ohndorfer Bradtmühle aufgetischt wurde, fehlte die CDU komplett, von der WGN speiste nur Karl-Walter Brüggenwirth mit.
Entsprechende Informationen dieser Zeitung bestätigte Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) auf Anfrage.

Er wollte den Vorgang aber nicht kommentieren. Allerdings war ihm bewusst, dass der Auslöser dieses Boykotts im Umfeld des Abwahlversuchs zu suchen war, dem sich Lehrke im September gegenüber sah. Seinerzeit stimmten acht Ratsmitglieder für seine Amtsenthebung – so viele Stimmen haben CDU (sechs) und WGN (zwei) gemeinsam.

Am Abend der letzten Hohnhorster Ratssitzung dieses Jahres hatte sich CDU-Ratsherr Werner Bövers zwischenzeitlich verabschiedet, um der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses der Samtgemeinde beizuwohnen. Dem Gremium gehört auch Lehrke an, der sich dort aber vertreten ließ. Der Rest der CDU-Fraktion fuhr am Schluss der Ratssitzung heim, bevor das Essen auf dem Tisch stand.

CDU-Sprecher Heinz-Konrad Rohrßen räumte jetzt unumwunden ein, dass die CDU sich bewusst entschlossen habe, dem Essen fernzubleiben. Die Entscheidung sei allerdings jedem Fraktionsmitglied selbst überlassen worden.

Anlass für die Verstimmung sei Lehrkes Verhalten nach der gescheiterten Abwahl gewesen. Der Bürgermeister habe am Morgen nach der September-Sitzung mehrere Ratskollegen telefonisch kontaktiert, so Rohrßen. Es seien teils persönliche Angriffe geäußert worden. Solch ein Verhalten sei inakzeptabel.

„Da ist es doch verständlich, dass wir keine Lust haben, so zu tun, als sei alles in bester Ordnung“, findet Rohrßen, der von einer „doofen Situation für alle“ spricht. Seine eigenen Belange wolle er aus der Diskussion ganz heraushalten. Zwischen Rohrßen und Lehrke hatte es in den vergangenen Jahren mehrfach heftige Auseinandersetzungen gegeben.

Damit sei „die Abwahl-Geschichte“ für ihn, Rohrßen, jetzt aber auch abgehakt. Das Signal habe Lehrkes Verhalten gegolten und sei nicht so zu verstehen, dass die CDU künftig auf Konfrontationskurs geht. Ab dem neuen Jahr sollen die Sachthemen im Vordergrund stehen.

Dem steht aus Lehrkes Sicht nichts entgegen. Er hege wegen der Abwahl-Episode keinen speziellen Groll gegen irgendeinen CDU-Politiker. „Ich werde mit allen so umgehen wie vorher“, betont der Bürgermeister. Dies gelte auch für Heiko Balke (WGN), der den Abwahlantrag gestellt hatte. gus

Zurück zur Sachlichkeit

Von Guido Scholl

Welch ein Trubel in Hohnhorst: Der Bürgermeister sollte abgewählt werden – für die notwendige Zweidrittelmehrheit fehlte nur eine Stimme – und dann folgt als Sahnehäubchen der Eklat beim Abschluss-Essen. Einerseits wäre zu wünschen gewesen, die CDU hätte von diesem Boykott abgesehen.

Andererseits war der Schritt ehrlich. Hätten alle wie üblich gemeinsam gespeist, wäre dies nur um des lieben Friedens willen geschehen. Und friedlich ist es im Rat zuletzt nicht gewesen. Entscheidend ist nun, dass solche Spielchen 2015 ein Ende haben und alle wieder an einem Tisch sitzen.

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