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Dorferneuerung: Kein Geld für private Maßnahmen

Hohnhorst / Schlechte Nachrichten Dorferneuerung: Kein Geld für private Maßnahmen

Damit hat im Hohnhorster Rat keiner gerechnet: Bürgermeister Otto Lattwesen (CDU) überbrachte in der gut besuchten Sitzung eine schlechte Nachricht zur Dorferneuerung in Rehren a.R.: „Dieses Jahr steht kein Geld für private Maßnahmen zur Verfügung.“

Hohnhorst (tes). Diese Hiobsbotschaft habe er einem Bescheid vom Landesamt entnehmen müssen. Noch im Mai hatte Norbert Lütke, Dezernatsleiter in der Regionaldirektion Hannover im Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen bei seinem Besuch in Hohnhorst für Optimismus gesorgt: Der genehmigte Förderrahmen für private Maßnahmen beträgt 925.000 Euro. Zudem findet sich ein Katalog von öffentlichen Maßnahmen im Wert von knapp 1,5 Millionen Euro im Dorferneuerungsplan, den die Vertreter der Landesbehörde überbracht hatten. Davon gewährt das Land bei förderfähigen Maßnahmen einen Zuschuss von 50 Prozent.

In Rehren war eigens ein Dorfgemeinschaftsverein gegründet worden, um die Projekte zu koordinieren. „Ich dachte, es wäre alles auf einem guten Weg und jetzt diese Nachricht“, äußerte der Bürgermeister seine Enttäuschung. Doch Aufgeben kommt nicht infrage, wolle er jetzt bei den Abgeordneten des Landtages nachhaken. Erst ein Dorferneuerungsprogramm aufzulegen, zu genehmigen und beim Bürger freudige Erwartung zu wecken und dann wieder alles auszubremsen, sei unverständlich, kritisierte Lattwesen. Im Rat stellte er die Frage: „Wie gehen wir damit um?“ „Das ist mehr als komisch, dass Private leer ausgehen sollen“, regte der SPD-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Lahrke an, mit den öffentlichen Maßnahmen zu starten: „Wir haben Geld im Haushalt, es spricht nichts dagegen.“

Dieser Einschätzung stimmte Lattwesen zu. Er werde den Arbeitskreis zur Dorferneuerung informieren und dieser müsse dann vorschlagen, an welcher Stelle begonnen werden solle. Sobald die erste Maßnahme feststehe, werde die Gemeinde ein Planungsbüro für die Ausführung bestellen. Ganz vorne in dem 33 Punkte zählenden Dorferneuerungsplan steht der Wunsch nach einem Dorfmittelpunkt am alten Schulhaus als Begegnungsstätte zwischen den drei Rehrener Ortsteilen. Es mache Sinn, mit dem kostenintensivsten Projekt zu beginnen, erinnerte Lattwesen, für die erste Maßnahme habe das Landesamt einen Sonderbonus bei der Förderung in Aussicht gestellt.

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