Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Drei Stunden und kein bisschen leise

Hitzige Debatten Drei Stunden und kein bisschen leise

Kräftig gerappelt hat es bei der jüngsten Sitzung des Hohnhorster Planungs- und Bauausschusses. Nachdem die Ratsleute nach rund zweieinhalbstündiger Sitzung schließlich bei den Haushaltsberatungen angekommen waren, wurde es noch einmal richtig laut – ein Ergebnis wurde dabei nicht erzielt.

Voriger Artikel
Defibrillatoren für alle zugriffsbereit
Nächster Artikel
Mit „Snorri“ die Natur erkunden
Quelle: Symbolfoto

Hohnhorst. Stattdessen brachen die Ausschussmitglieder die Diskussion schließlich ab und vertagten die Gespräche auf den Verwaltungsausschuss. Die Fraktionen wollten die einzelnen Punkte doch noch einmal untereinander beleuchten.

Die Zahlen, um die es geht, haben es entsprechend in sich. Aufgrund der großen Investitionen, die für 2015 auf dem Plan stehen, müsste die Gemeinde Hohnhorst wohl einen Kredit in Höhe von fast 570 000 Euro aufnehmen. Insgesamt stehen Ausgaben von mehr als einer Million Euro an. Die größten Brocken bilden dabei die Unterführung der Bahngleise von mehr als 500 000 Euro sowie Straßensanierungen für 300 000 Euro.

Abzüglich der Erstattungen beispielsweise durch Landesförderung sowie einer Summe von 70 000 Euro, die die Gemeinde für Investitionen vorgehalten hat, blieben noch rund 570 000 Euro übrig. Der bislang noch recht geringe Schuldenstand von etwa 300 000 Euro wüchse damit auf 870 000 Euro an.

Diese Summe war es jedoch nicht, die für den abschließenden Eklat sorgte. Werner Bövers von der CDU gab sogar an, dass ihm diese Zahlen nicht wirklich Bauchschmerzen bereiteten. „Wir wollen die Verschuldung nicht ins Unendliche treiben“, sagte er.

Doch die Gemeinde sei durchaus in der Lage, das zurückzuzahlen. Sven Hasenstab (SPD) sah das ein wenig anders und „mit gewisser Sorge“. Denn die größten Herausforderungen stünden der Gemeinde erst noch bevor, auch Lehrke wies auf weitere nötige Straßensanierungen sowie auf ausstehende Projekte aus der Dorferneuerung hin.

Hitzig wurde es, als Bövers und Otto Tatge (CDU) ins Detail gingen – und den Haushaltsansatz für die beidseitige Gehwegsanierung am Feldweg in Scheller in Zweifel zogen. Dieser sei mit 130 000 Euro viel zu hoch angesetzt, die CDU-Fraktion habe Hinweise von Fachleuten, dass die Sanierung auf nicht einmal 60 000 Euro käme. Bövers machte daraufhin seiner Empörung lautstark Luft, dass es zu diesem und anderen Ansätzen niemals nachvollziehbare Berechnungen gebe.

Dies sei bei Haushaltsansätzen auch nicht üblich, gab Lehrke zurück. Die genauen Zahlen ergäben sich erst bei der Ausschreibung, und die gebe es erst nach dem OK für den Haushalt. Die angegebene Summe gehe auf die Einschätzung einer Fachfirma zurück. Wenn sie nachher niedriger ausfalle – umso besser. Es sei jedoch unmöglich, echauffierte sich Lehrke, dass die CDU sich hinstelle und ständig so tue, als wüsste sie alles besser als die zuständigen Fachleute. kle

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg