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Einmal zum Nordkap und zurück

Baltic Sea Circle-Rallye Einmal zum Nordkap und zurück

8140 Kilometer sind es mit dem Auto einmal rund um die Ostsee. In 16 Tagen haben der Hohnhorster Thomas Schneider und seine Mitstreiter Andreas Kreder und Karsten Hainke diese Strecke während der Baltic Sea Circle-Rallye zurückgelegt. Bördejungs nennen sich die Drei.

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Mit der Ziege im Auto ist eine Aufgabe erfüllt.

Quelle: pr.

HOHNHORST. 250 Teams stellten sich der Herausforderung. Zum Start wurde jedem ein Roadbook überreicht. Demzufolge mussten sie diverse Aufgaben erfüllen, für welche die Teams je nach Schwierigkeit unterschiedliche Punkte bekamen. Das Team mit den meisten Punkten gewinnt die Rallye am Ende. „Es geht also nicht um Geschwindigkeit, sondern hauptsächlich darum, gemeinsam ein ganz besonderes Abenteuer zu teilen“, erklärte Hainke.

Von Hamburg ging es direkt nach Dänemark und weiter nach Schweden. Dort stand die erste Aufgabe an: eine Wikingertaufe. Auf dem Weg nach Norwegen galt es, die berühmt-berüchtigte schwedische Delikatesse „Surströmming“ im Auto zu befördern. Der Fisch verströmte einen strengen Geruch, weshalb das Team froh war, ihn nach 200 Kilometern wieder los geworden zu sein.

Bitte lächeln!

Auf den Lofoten wurde vom Veranstalter Superlative Adventure Club (SAC) die erste große Feier mit allen Teams organisiert. Von den Lofoten ging es immer weiter in den Norden bis zum Nordkap. „Die Wegstrecken hier oben ziehen sich, und langsam merkt man allen den fehlenden Schlaf an“, halten die Bördejungs in ihrem Reisetagebuch fest.

Eine Aufgabe lautete, bestimmte Motive vor die Kamera zu bekommen. So schafften es die Bördejungs in Norwegen, eine Polizistin zu überreden, sie für ein Foto auf den Arm zu nehmen. Ein Bauer borgte ihnen sogar seine Ziege aus, mit der sie ein Bild im Auto knipsten. „Generell trafen wir immer freundliche, nette und hilfsbereite Menschen, die von unserer Idee begeistert waren“, so Hainke.

Bis zur finnisch-russischen Grenze lief ihr alter Volvo ohne Probleme. 100 Meter vor der Grenze gab es dann plötzlich Probleme mit der Lichtmaschine. Kurzfristig konnten sich die Bördejungs behelfen und reisten nach Russland ein. Zwei Teams begleiten sie ab der Grenze bis nach Murmansk. Das sei das Besondere an dieser Tour: „Egal wo jemand einen Ausfall hat, es findet sich immer ein anderes Team, welches sofort Hilfe anbietet“, schildert Hainke die Lage. Am nächsten Tag bekam das Team Hilfe bei einem Mechaniker in einer kleinen Hinterhofgarage, sodass sie die Fahrt fortsetzen konnten.

Einblick im Internet

Von Murmansk ging es 1300 Kilometer durch die Nacht bis nach St. Petersburg. „Diese Strecke war sehr eintönig“, heißt es im Logbuch. Nach einer kurzen Stadtbesichtigung ging es weiter nach Estland. In einer abgelegenen Location fand die zweite große Veranstaltung statt. Bei einheimischen Köstlichkeiten aus der Küche und in einer riesigen Sauna erholten sich viele Teams von den Strapazen der vergangenen Tage. Wieder wurden Geschichten und Geheimtipps ausgetauscht.

Über Riga steuerte das Team gen Westen. Die letzten zwei Tage führten durch Litauen und Polen zurück nach Deutschland. Die 16 Tage voller Eindrücke haben die Drei auch auf ihrer Homepage www.boerdejungs.de festgehalten. Als Startbedingung hat sich jedes Team dazu verpflichtet, mindestens 750 Euro für Charityprojekte einzusammeln. Die Bördejungs konnten 1870 Euro sammeln, die Gesamtspendensumme der Veranstaltung liegt bei über 420000 Euro. göt

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