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Hohnhorst Erste Kritik am Ohndorfer Baugebiet
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Erste Kritik am Ohndorfer Baugebiet
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15:41 11.06.2018
Dieser Ausläufer der Kurzen Straße soll zum geplanten Baugebiet Mathe II in Ohndorf führen. Quelle: göt
Ohndorf

Noch in den Kinderschuhen steckt das geplante Baugebiet Mathe II in Ohndorf, das die Volksbank vermarkten will. Die Öffentlichkeitsbeteiligung ist gerade erst angestoßen worden, da haben die ersten Bürger ihre Bedenken bereits schriftlich formuliert und eingereicht.

Bereich ist Unfallschwerpunkt

Wilfried Bade, der nach eigener Aussage auch für andere Anwohner der Flütstraße sprach, kritisierte die geplante Baustellenzufahrt nicht nur schriftlich, sondern wiederholte sein Anliegen auch vor dem Bauausschuss der Gemeinde.

Die Zufahrt soll über den kurzen Ausläufer der Neuen Straße, zwischen Flütstraße 6 und 8, erfolgen. Von dort aus soll eine Baustraße eingerichtet werden. Das geplante Baugebiet schließt sich nördlich an die Neue Straße und Am Mathfeld an. Der lange Teil der Neuen Straße bleibt eine Sackgasse. Die Straße Am Mathefeld soll mit dem Neubaugebiet verbunden werden.

Der Bereich sei schlecht einzusehen, wandte Bade ein. Mehrfach sei es an diesem Punkt zu Unfällen gekommen. Er habe deshalb „erhebliche Bedenken“ beim Thema Sicherheit der Verkehrsteilnehmer. Er appellierte an Planer und Ausschuss, den Weg nicht als Durchgangsstraße zu organisieren.

Verkehr soll beruhigt werden

Es könne über eine Einbahnstraßenregelung nachgedacht werden, entgegnete Gemeindedirektor Mike Schmidt zu den Ausführungen. Er betonte an dieser Stelle, dass die Planungen noch ganz am Anfang stehen.

Ratsherr Mark Schäfer (SPD) erkundigte sich, ob das Gebiet als verkehrsberuhigter Bereich geplant ist. Für ihn sei nur als solcher vorstellbar, antwortete Schmidt. Zudem beschäftigte den SPD-Ratsherren die Parkplatzsituation. Wie der Gemeindedirektor erklärte, schreibt der Landkreis den Häuslebauern vor, auf ihren Grundstücken anderthalb Parkplätze einzurichten. Zudem werde es Pflanzinseln und Parkflächen im Wechseln entlang der Straße geben, versicherte Reinold.

Angst ums dörfliche Erscheinungsbild

Schäfer wollte außerdem wissen, warum Steingärten im Bebauungsplan ausgeschlossen werden. In Ohndorf habe sich über Jahrzehnte ein dörfliches Erscheinungsbild entwickelt, erklärte Reinold. Auch die Neubaugebiete sollten sich einfügen in die vorhandenen Strukturen. Der Meinung, dass Vorgärten mit mehr Steinen als Pflanzen nicht ins Ortsbild passen, schloss sich Schäfer an.

Die jetzt schon übersandten Schreiben gehen nicht verloren und werden im Beteiligungsverfahren berücksichtigt, versicherte Planer Matthias Reinold.

von Andrea Göttling