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„Es ist allerhöchste Eisenbahn“

Hohnhorst / Rat „Es ist allerhöchste Eisenbahn“

Auch in Hohnhorst ist in Bezug auf den Ersatz von drei Bahnübergängen in Hohnhorst und Haste durch zwei Bahnüberführungen während einer Ratssitzung Nägel mit Köpfen gemacht worden.

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Wenn im Jahr 2013 der Bau der Bahnbrücken startet, wird der Haster Kirchweg stark vom Bauverkehr belastet.

Quelle: tes

Hohnhorst (tes). „Es ist allerhöchste Eisenbahn“, bat Bürgermeister Wolfgang Lehrke alle Ratsmitglieder der geänderten Kreuzungsvereinbarung mit der DB Netz AG zuzustimmen: „Wenn wir nicht in die Strümpfe kommen, steht es Spitz auf Kopf, dass das Projekt an die Wand gefahren wird“, verlieh er der Bedeutung des Votums Nachdruck. In einem Telefonat habe die Bahn verlauten lassen, die Zeit dränge so sehr, dass der Bürgermeister den Beschluss zur Vereinbarung heute, Montag, persönlich als Kurier nach Stadthagen bringen müsse. „Sonst ist das Ganze gestorben“, meinte Lehrke. „Diesen Druck kann ich nicht verstehen“, fragte Heinz-Konrad Rohrßen (CDU), warum dieser Punkt so spät auf den Tisch komme. Zumal bisher immer kritisiert worden sei, er als einer von zwei Klägern habe das Projekt zeitlich in Gefahr gebracht. Er habe auch so einiges nicht verstanden, erklärte Lehrke. Sicher sei jedoch, dass der Rat über jede Änderungen in der Vereinbarung  beschließen müsse.

Zudem habe sich die Vereinbarung für Hohnhorst zum Positiven gewandt, verwies Lehrke auf den um 100 000 Euro gesunkenen Kostenanteil der Gemeinde. Weniger Relevanz maß die Mehrheit im Rat dem Passus bei, dass die Gemeinde „nach eigenem Ermessen“ auch bei der Pflege der zum Zuständigkeitsbereich der Bahn gehörenden Sichtflächen am Tunnel tätig werden kann. Urike Junk (SPD) betonte die Vorteile: Wenn Graffiti-Schmierereien auftreten, könne die Gemeinde sofort reagieren. Otto Tatge (CDU) wollte sich nicht unter Druck setzen lassen und verweigerte die Zustimmung. „Die Kreuzungsvereinbarung ist zu 99 Prozent abgehandelt“, riet Werner Bövers (CDU), einen Strich unter die langjährigen Verhandlungen zu machen. Dem schloss sich SPD-Fraktionssprecher Björn Ströter „mit Leidenschaft“ an. Mit einer Gegenstimme passierte die Kreuzungsvereinbarung den Rat.

Einstimmig beschlossen wurde auf Antrag der CDU-Fraktion, während der zwei- bis dreijährigen Bauphase der Bahnbrücken eine Teilsperrung des Haster Kirchweges einzufordern, um die Beschädigungen durch schwere Baufahrzeuge möglichst gering zu halten. Der Antrag ziele darauf ab, „dass ein Zwang besteht, nicht nur der Wille“, betonte Cord Lattwesen (CDU). Als Beleg für mögliche Schäden soll in einem Protokoll der Ist-Zustand des asphaltierten Verbindungsweges festgehalten werden. Wenig Chancen räumt Lehrke dem ebenfalls einstimmig auf den Weg gebrachten CDU-Antrag ein, die Bahn möge den von vielen Fahrradfahren genutzten Kirchweg über die geplante Baustraße hinaus auf einer Länge von 330 Metern auf sechs Meter verbreitern: Dieser Wunsch komme zu spät.

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