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Ex-Ratsherr: CDU hängt Fähnlein nach dem Wind

Hohnhorst Ex-Ratsherr: CDU hängt Fähnlein nach dem Wind

Der frühere Ratsherr Harald Könecke nimmt Hohnhorsts Bürgermeister, Wolfgang Lehrke, in der Debatte um den Radweg zur Schwarzen Mühle in Schutz. Untätigkeit sei Lehrke nicht vorzuwerfen. Vielmehr nimmt Könecke die CDU aufs Korn, weil diese anscheinend frühere Argumente heute nicht mehr wahrhaben will.

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Die Schließung des Bahnübergangs würde die Hohnhorster Radweg-Pläne durchkreuzen.

Quelle: gus

Hohnhorst.  In einer Anfrage an den Bürgermeister, die dieser Zeitung vorliegt, erinnert Könecke an den von ihm vor 20 Jahren im Rat gestellten Antrag, einen Fußweg entlang der Bahnstrecke anzulegen. Dies sei von der CDU und der Wählergemeinschaft aus Kostengründen und wegen des Pflege- und Instandhaltungsaufwands sowie Glättegefahr im Winter abgelehnt worden. Zudem sei das Gelände als Biotop dargestellt worden.

 Daher fragt Könecke, warum jetzt ausgerechnet die CDU für den Radwegbau an derselben Stelle argumentiert. Unter anderem wird Lehrke jetzt vorgeworfen, er habe mit einer Anfrage an die Bahn bezüglich einer möglichen Schließung des unbeschrankten Bahnübergangs gegen die Gemeindeinteressen gehandelt. Könecke unterstellt der CDU, „ihr Fähnlein den jeweiligen privaten Interessen unterzuordnen“ und alte Argumente wegzuwischen. Der frühere SPD-Ratsherr nennt namentlich Werner Bövers (CDU) als Umweltausschussvorsitzenden.

 Bövers sagte auf Anfrage dieser Zeitung, die Äußerungen von damals seien aus dem Zusammenhang gerissen. Es sei seinerzeit um alte Laubengärten gegangen, die verwildert waren. Der Begriff Biotop sei damals bewusst zuspitzend gewählt worden. Mit dem jetzt geforderten Radweg habe das Thema nichts zu tun gehabt.

 Den Rat hatte die Sache in seiner jüngsten Sitzung ansonsten nur kurz beschäftigt. Neuigkeiten hatte Bürgermeister Wolfgang Lehrke nicht mitzuteilen, weil keine neue Stellungnahme der Bahn vorliege. Heinz-Konrad Rohrßen (CDU) sprach sich dafür aus, der Bahn eine Frist zu setzen, bis zu der sie antworten soll. Denn solange sich das Transportunternehmen nicht zu der Zukunft des unbeschrankten Bahnübergangs äußere, mache es keinen Sinn, über den Radweg zu diskutieren.

 Sven Hasenstab war der Ansicht, dass die Bahn sich auch von einer Frist nicht zu erhöhtem Handlungstempo bewegen lassen dürfte. Rohrßen pochte dennoch auf eine erneute Anfrage im Namen der Gemeinde. Dies sagte Lehrke zu. Bövers verwies im Rat auf die nahenden Haushaltsberatungen. „Bis dahin muss Klarheit herrschen“, sagte er.

 Über die Kosten wurde erneut gestritten. Die von Lehrke genannten Zahlen seien „ohne Grundlage“, sagte Otto Tatge (CDU). Er legte eine eigene Rechnung vor, wonach die Kosten in etwa halb so hoch wären wie bisher prognostiziert. Lehrke bezweifelte wiederum die Stichhaltigkeit dieser Zahlen.gus

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