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Facebook-Post sorgt für Ärger

Verbale Entgleisung Facebook-Post sorgt für Ärger

Eine weitere verbale Entgleisung sorgt in Hohnhorst für Entrüstung. Bürgermeister Wolfgang Lehrke hat im Internet offenbar politische Gegner wüst beschimpft.

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Tierisch viel Spaß
Quelle: pr.

Hohnhorst. In den Sitzungen des Hohnhorster Gemeinderates sind die Mitglieder des Gremiums einander oft scharf angegangen. Ob der Wind im neu konstituierten Rat weniger rau weht, bleibt abzuwarten.

Bürgermeister Lehrke jedenfalls – wie einige andere alteingesessene Mitglieder in der kommenden Wahlperiode nicht mehr dabei – lässt es sich nicht nehmen, auf Facebook quasi einen Abschiedsgruß zu hinterlassen. In dem sozialen Netzwerk war zu lesen, wie Lehrke seinem Parteifreund Sven Hasenstab zum Einzug in den Hohnhorster Rat gratuliert.
So weit, so gut. Doch darunter findet sich folgende Formulierung: „Wir werden mit den Arschlöchern schon irgendwie fertig!“

Es ist naheliegend, dass er damit Vertreter der CDU meint. Und das bestreitet Lehrke auch nicht. „Ich stehe dazu“, so der noch amtierende Bürgermeister Hohnhorsts auf Anfrage. Er räumt allerdings ein, dass ihm nicht klar war, dass seine Nachricht an Hasenstab nach dem Absenden für viele andere Nutzer auf Facebook zu lesen war. Zudem sei „es mal dahingestellt, ob ein Bürgermeister sich so äußern sollte“, ergänzt er selbstkritisch.

"Niederträchtigkeit der Extraklasse"

Hinter dem Screenshot – also dem abfotografierten und dann herumgeschickten Facebook-Eintrag –, der Lehrkes mittlerweile gelöschten Satz protokolliert, vermutet der amtierende Bürgermeister die CDU. „Das ist eine Niederträchtigkeit der Extraklasse“, schießt Lehrke zurück. Die Christdemokraten führten eine Kampagne, um ihn als scheidenden Bürgermeister „unehrenhaft zu entlassen“, so der SPD-Politiker.

Es gebe „unzählige Beispiele“, die zeigten, dass einige Ratsherren der CDU die von ihm vorgenommene Charakterisierung verdienten. Unter anderem sei der ehemalige SPD-Fraktionssprecher kurz nach seiner Wahl zum Bürgermeister von einem heute noch im Rat sitzenden CDU-Mitglied als „Arschgesicht“ bezeichnet worden. Ebenfalls nimmt der Sozialdemokrat einigen Ratsmitgliedern den Abwahlversuch von vor zwei Jahren übel. „Ich habe mich absolut korrekt aufgeführt und ein Höchstmaß an Bürgernähe gezeigt, und dann kommt so was“, ärgert sich Lehrke.

Der SPD-Politiker hätte als einfaches Ratsmitglied gern weiter gemacht, das Dorfgemeinschaftshaus in Rehren liege ihm am Herzen. „Aber wenn man seit anderthalb Jahren sagt, dass man keine Lust mehr hat und zudem auf dem vorletzten Listenplatz steht, kann ich die Wähler schon verstehen“, zeigt Lehrke sich einsichtig. js

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