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Flüchtlinge auf der Wartebank

Ohndorf Flüchtlinge auf der Wartebank

Dem Wunsch des Landkreises, die Alte Schule Ohndorf als Übergangswohnung für Flüchtlinge anzumieten, hat die Dorfgemeinschaft nun indirekt eine Absage erteilt.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Ohndorf. Wie Bürgermeister Wolfgang Lehrke bei der jüngsten Bauausschusssitzung berichtete, haben Vertreter der örtlichen Vereine beim jüngsten Zusammentreffen mit der Gemeinde mitgeteilt, dass sie die Räume der ehemaligen Lehrerwohnung gerne selbst nutzen würden, beispielsweise für die Dorfjugend und andere Zwecke. Am liebsten für umsonst, wie Lehrke auf Anfrage unserer Zeitung erklärte.

 Dass das wohl kaum möglich sei, darauf habe er bereits bei dem Treffen hingewiesen. Zumindest die Nebenkosten müssten irgendwie gedeckt werden. Die Vereine haben nun ein halbes Jahr Zeit, ein Nutzungs- und Finanzierungskonzept für die Räume vorzulegen. Danach kommt die Sache beim Rat erneut auf den Tisch. Eine kurzfristige Vermietung an den Landkreis ist damit gleichzeitig vom Tisch.

 Die Lehrerwohnung der Alten Schule ist Eigentum der Gemeinde und steht seit einiger Zeit leer. Die Suche nach neuen Mietern gestaltet sich wegen der Glocke und des anliegenden Dorfgemeinschaftshauses als schwierig. Der Landkreis hatte gegenüber Bürgermeister Lehrke Interesse an der Wohnung gezeigt, um sie zur Unterbringung von Flüchtlingen für die Dauer von fünf Jahren anzumieten. Denn die Zahl an Wohnraum für Asylbewerbende ist knapp, der Landkreis stetig auf der Suche.

 Manche Ratsleute zeigten sich skeptisch in Anbetracht dieses Vorschlags, vor allem wollte niemand eine Entscheidung über die Köpfe der Bürger hinweg treffen. Bei einer anschließenden Bürgerversammlung erwiesen sich die Meinungen erwartungsgemäß als geteilt, tendenziell jedoch pro Flüchtlinge. Auf eine abschließende Entscheidung wird der Landkreis nun wenigstens ein halbes Jahr warten müssen.kle

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