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Für den Radweg – aber gegen Verschuldung

Diskussion um "Schwarze Mühle" Für den Radweg – aber gegen Verschuldung

Auch nach unzähligen Sitzungen hat der Fuß- und Radweg „Schwarze Mühle“ entlang der Bahngleise in Hohnhorst nichts von seinem Zündstoff verloren. In die kontroversen Diskussionen im Hohnhorster Bauausschuss haben sich nun auch die Bürger eingeschaltet, die eine Unterschriftenliste pro Fußweg vorlegten.

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Zankäpfel wie aus dem Bilderbuch: Der Bahnübergang an der Schmiedestraße und der Radweg „Schwarze Mühle“.

Quelle: kle

Hohnhorst. Auch einen Ortstermin mit der Deutschen Bahn haben die Ratsleute inzwischen hinter sich. In Kürze will sich die DB noch einmal detaillierter zur Situation äußern.

Bei dem Ortstermin hatten sich wohl all jene Aspekte, die in den vergangenen Sitzungen bereits zu heftigen Diskussionen geführt hatten, noch einmal bestätigt: Die Bahn will ihre Flächen entlang des angedachten Weges verkaufen – allerdings zu einem ziemlich hohen Preis.

Die Möglichkeit, dass der Bahnübergang auf lange Sicht geschlossen werden könnte, besteht wohl weiterhin, ebenso dass dieser bei merklich höherem Verkehrsaufkommen beschrankt werden muss – was die Gemeinde um die 300 000 Euro kosten würde.

Fazit der Sitzung: Während die SPD vor allem Letztgenanntes als eine reale Gefahr erachtet und sich weiterhin nur bei sehr überschaubaren Kosten für den Radweg aussprechen würde, stufen CDU und WGN das Risiko als gering ein und stehen geschlossen hinter dem Radweg. Im äußersten Fall, so der Vorschlag von Heiko Balke (WGN), gebe es immer noch günstige „starre“ Schranken.

Der Radweg kommt offenbar auch bei den Hohnhorster Bürgern gut an. Detlef Schwake legte dem Ausschuss eine Liste mit 197 Unterschriften vor. Damit ergriffen die Unterzeichner klar für einen Radweg von der Schmiedestraße in Richtung Haste Partei. „Wir brauchen ja auch keine Goldrandlösung“, betonte Schwake. Ein Schotterweg reiche aus, auf Beleuchtung und Winterdienst könne man verzichten. Nichtsdestotrotz sollte die Kostenfrage erst geklärt werden. „Auch wir wollen die Weiterverschuldung nicht weiter vorantreiben.“

Das Risiko einer Beschrankung erachteten die betreffenden Bürger als sehr gering, das Fußgängeraufkommen werde sich durch den neuen Weg sicher nicht merklich verändern. Bürgermeister Wolfgang Lehrke erachtete diese Argumentation als widersinnig. Wenn man einen solchen Weg anlege, dann doch nur, wenn man davon ausgehe, dass er auch in entsprechender Zahl genutzt werde. „Sonst brauche ich ihn doch gar nicht erst zu bauen.“

Die Fronten zwischen den Parteien blieben verhärtet. Die Bürger sahen hingegen beide auf der jeweils eigenen Seite. „Bis jetzt haben wir nur Bürger gesehen, die den Weg wollen“, stellte Balke fest. „Natürlich“, gab Sven Hasenstab (SPD) zurück. „Es sagt ja auch niemand: Radwege sind des Teufels, und die Welt wäre besser, wenn es keine Radwege gäbe.“ Doch selbst die Bürger sagten: Es muss bezahlbar bleiben. Und eben das meine auch die SPD.

Die Antwort der DB soll nun zumindest in die Kostenfrage etwas mehr Licht bringen. kle

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