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Gasthaus Wille: Zukunft auf dem Prüfstand

Hohnhorst Gasthaus Wille: Zukunft auf dem Prüfstand

Der geplante Umbau der Gaststätte Wille in ein ambulant betreutes Altenheim mit Tagespflege und einer Seniorenwohnanlage auf dem rückwärtigen Gelande ist einen Schritt weiter gekommen.

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Zu eng? Die Zufahrt zum hinteren Bereich der geplanten Seniorenanlage wird noch geprüft.

Quelle: tes

Hohnhorst (tes).  Planer Matthias Reinold präsentierte in einer Bürgerversamlung Details des Vorentwurfs. Ziel sei ein Konsens mit den Einwohnern, um „eine Anlage zu etablieren, die das nachbarschaftliche Verhältnis wahrt.“

Bereits 2011 hatte der Investor, CDU-Ratsherr Heinz-Konrad Rohrßen, gemeinsam mit dem DRK das neue Nutzungskonzept für das seit 2010 leerstehende Gebaüde im Ortskern vorgestellt. Der Rat brachte das Projekt einstimmig auf den Weg. „Die Gemeinde steht hinter dem Vorhaben“, sagte Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Mit der Bürgerversammlung wurde nun die erste Stufe der öffentlichen Beteiligung eingeleitet. Hinter dem ehemaligem Gasthaus sollen fünf kleine Häuser mit Hausgärten entstehen – barrierefrei und ohne Obergeschoss. Die höchste Stelle betrage sechs Meter, „deutlich weniger als bei normalen Einfamilienhäusern“, erklärte der Planer. Bei fünf bis sieben Nutzern sei mit wenig Verkehr zu rechnen.

Nachbarin Ulrike Winny ließ keinen Zweifel an ihrer Ablehnung. Angesichts der Höhenunterschiede, Baulasten und Abstände zu den Nachbargrundstücken sowie der nach ihren Messungen 78 Zentimeter zu engen Zufahrt für Feuerwehr- und Rettungsfahrzeuge bezweifelte sie die Rechtmäßigkeit des Vorhabens. Zudem weise ein Auszug vom Katasteramt das Areal als Grünanlage, nicht als bebaubares Land aus.

„Das hat baurechtlich keine Bedeutung“, erklärte Reinold, der Flächennutzungsplan der Samtgemeinde habe Vorrang und sei als Baufläche deklariert. Auch die Zufahrtsbreite könne auf drei Meter kommen, berichtete Reinold, die Grenze verlaufe anders als bisher bebaut. Zudem werde der Landkreis die Anforderungen ebenfalls prüfen.

„Und wenn keine Alten kommen?“: Die Befürchtung eines Anliegers, die Neubauten könnten einer anderen Nutzung zugeführt werden, entkräftete Reinold: Die Nutzung als Seniorenanlage werde im Plan festgelegt und sei bindend. Das überzeugte Jürgen Dohmeier. Als gebürtiger Hohnhorster wolle er auch dort alt werden, sprach er sich für das Projekt aus: „Viele Bürger freuen sich darauf, dass hier etwas entsteht.“ Auch Gudrun Bruns, Betreiberin des Hofcafés, sieht der Seniorenanlage positiv entgegen: „Das ist ein Gewinn für Hohnhorst.“

Mit Blick auf die alternde Bevölkerung und zur Vermeidung von Leerständen begrüßte Lehrke das Vorhaben unter der Bedingung, „dass die Bedenken zu den Abständen und der Durchfahrt geklärt sind.“ Einen „Persilschein“ für Planer und Investor werde es nicht geben, reagierte er auf die von Winny geäußerten Vermutung, „hier sollen Senioren Ziel von Geschäftemachern werden“.

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