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Grabenkataster: Bis August sind alle erfasst

Rehren / "Freiwilliges Ökologisches Jahr" Grabenkataster: Bis August sind alle erfasst

Mit einer Schreibunterlage, Listen, einem Maßband, einem Fotoapparat und in wetterfester Kleidung ist der 19-jährige Manuel Haase seit September im Auetal unterwegs und spürt jeden Graben auf, auch die die längst von Landwirten zugepflügt wurden.

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Auch dieser Graben in Rannenberg ist in das Kataster aufgenommen und bewertet worden.

Quelle: la

Rehren (la). Haase leistet in der Gemeinde Auetal ein „Freiwilliges Ökologisches Jahr“ (FÖJ) ab und erstellt ein Grabenkataster. Zunächst hat er die Gräben kontrolliert, die bereits auf der GIS-Karte verzeichnet sind. Er hat die Breite und Tiefe der Gräben ausgemessen und Bemerkungen zum Zustand festgehalten. Büsche im Graben, stark abgeflacht und kaum erkennbar, verrohrt mit 20er-Rohr, blockiert durch einen gefällten Baum oder Äste und Baumreste sind Zustände, die er als Randbemerkungen notiert hat. Jeder Graben in den 16 Auetaler Ortsteilen wird aufgenommen, und die Ergebnisse werden digitalisiert. „Ich habe zwar bislang erst die Hälfte geschafft, aber jetzt bin ich schon schneller geworden, und bis Ende August werde ich fertig“, versprach Haase den Mitgliedern des Umwelt- und Bauausschusses, denen er seine Arbeit vorstellte.

 Der FÖJ’ler ist in der Natur unterwegs, was ihm eine Menge Freude bereitet, aber auch am Schreibtisch gibt es viel zu tun. Schließlich sollen die Daten, nach Ortschaften getrennt, digitalisiert und in Papierform zur Verfügung stehen. „Wenn das Wetter schlecht ist oder ich durchgefroren bin, dann freue ich mich selbstverständlich auf ein paar Arbeitsstunden im Büro“, erzählte Haase.

 Betreut wird der junge Mann während seiner einjährigen Tätigkeit für die Gemeinde von Bauamtsleiter Friedhelm Liwack. Ihm teilt Haase auch mit, wenn er irgendwo einen Graben entdeckt hat, der sofort geräumt werden muss.

 Bei der Suche nach versteckten Gräben haben die Anwohner den jungen Mann bislang gern unterstützt. Alle sehen seine Aufgabe als wichtig und hilfreich an, denn schließlich dient sie dem Hochwasserschutz. Anhand des Katasters und der Bemerkungen über den Zustand der jeweiligen Gräben will die Gemeinde eine Pflegeliste erstellen und die Gräben nach Priorität räumen.

 „Wir werden anhand der Ergebnisse sehen, wo wir sofort tätig werden müssen, um eine Überschwemmung beim nächsten Starkregen zu verhindern, und welche Gräben noch etwas warten können“, so Liwack.

 Haase beendet sein FÖJ Ende August. „Es war bislang die richtige Entscheidung, sich nach dem Abitur ein Jahr lang für den Umwelt- und Naturschutz zu engagieren. Und mit dem Grabenkataster schaffe ich etwas Nachhaltiges. Außerdem habe ich dabei auch etwas Geld verdient.“ Ob er auch sein weiteres Berufsleben in diesen Bereich ausrichtet, weiß er allerdings noch nicht mit Bestimmtheit.

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