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Hohnhorst Gute Zäune, schlechte Zäune
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Gute Zäune, schlechte Zäune
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16:40 25.07.2016
 Stabgitterzäune , Hecken, Holzzäune und Mauern aus Stein sind in der Gemeinde Hohnhorst erlaubt – jedoch nur bis zu einer Höhe von 1,20 Metern.  Quelle: gus
HOHNHORST

Seit 2002 gibt es die Gestaltungssatzung. Sie gilt überall dort, wo keine Bebauungspläne Dinge wie Dachfarben und Zaunhöhen regeln. Grob gesagt, trifft dies auf die Siedlungslagen außerhalb der Neubaugebiete zu. Und dort soll die Satzung quasi das Ortsbild erhalten helfen. Jahrelang wurde über Änderungen an der Satzung diskutiert, ehe diese Ende 2015 beschlossen wurden.

Jüngste Änderungen nicht Auslöser des Problems

Diese Änderungen sind es aber nicht, die jetzt dazu führen, dass die Gemeinde handelt. Denn seinerzeit wurde sogar darauf geachtet, dass beispielsweise Trends wie jener hin zum Stabgitterzaun berücksichtigt werden. Diese dürfen seit Ende 2015 offiziell verwendet werden, allerdings nur bis zu einer Höhe von 1,20 Metern. Diese Obergrenze gilt für alle Grundstückseinfriedungen an den Seiten, die an den öffentlichen Straßenraum grenzen.

Allerdings gibt es nach Angaben von Verwaltungskraft Friederike Wehrhahn in den Dörfern der Gemeinde mehrere Verstöße gerade gegen die Höhenbegrenzung. Davon wusste die Gemeinde zwar zum Teil bereits, doch nun habe es Hinweise aus der Bevölkerung auf weitere zu bemängelnde Einfriedungen gegeben. Daher wird die Gemeinde die betreffenden Grundstückseigentümer nun anschreiben und darauf hinweisen, dass sie etwas ändern müssen.

Unzulässige Zäune, Hecken und Mauern müssen an die Vorschriften angepasst werden. Geschieht dies nicht, droht ein Bußgeld. „Wir hoffen aber, dass es so weit nicht kommt“, betont Wehrhahn. Abgesehen von der Höhe der Einfriedungen müssen die Bürger auf wenig achten. Sowohl die derzeit beliebten Gitterzäune als auch gängige Holzzäune und die üblichen Mauertypen sind erlaubt. Hecken sollen aus einheimischen Pflanzen bestehen.

Satzung liegt bei Fachbetrieben vor

Die Gestaltungssatzung liegt Wehrhahn zufolge auch in vielen Fachbetrieben in der näheren Umgebung vor, die Zäune anbieten und errichten. Somit können sich Hohnhorster Bürger dort gezielt beraten lassen.Auch der Aspekt der Werbebanner an Fassaden und Zäunen führt hier und da zu Problemen. Die Gestaltungssatzung gibt vor, dass die Banner maximal drei Quadratmeter groß sein dürfen. Ausgenommen sind die Betriebsstätten selbst – doch dort müssen die Gewerbetreibenden einen Bauantrag stellen, wenn sie großflächig Reklame machen wollen. gus