Hohnhorst (tes). Vor 111 Jahren war das Kirchenschiff erbaut worden, weil der vorhandene Kirchraum zu klein geworden war. Eine Entscheidung, die sich angesichts der Resonanz beim Festgottesdienst erneut als richtig erwies. Im holzsichtigen Innenraum unter dem erneuerten Dachstuhl bestätigten die Spitzen aus Politik und Kirche die Einschätzung von Landessuperintendentin Ingrid Spiekermann zu einer der größten aktuellen Kirchensanierungen innerhalb der Landeskirche: „Es ist geschafft. Kurz vor Weihnachten ist dieses große Werk vollendet, das Tradition und Moderne überzeugend verbindet.“
„Endlich ist es soweit“, freute sich Pastor Gero Chlovius. „Dieses Projekt ist auf überwältigende Weise unterstützt worden“, dankte er den Handwerkern, der Landeskirche, die den größten Tteil der 1,77 Millionen Euro teuren Sanierung übernimmt, aber auch den ehrenamtlichen Helfer. Allen voran dem Supertalent Gerhard Dohmeier, dessen Einsatz mit stehenden Ovationen und Anerkennung von der Landessuperintendentin honoriert wurde. Dohmeier habe „mit viel Fachkompetenz Brücken gebaut“, bestätigte der von der Landeskirche beauftragte Bauleiter Ulrich Schmidt.
„Hier waren Engel am Werk“, würdigte Superintendent Andreas Kühne-Glaser auch die vielen kreativen Ideen zur Spendengewinnung. Die Hälfte ihres Anteils an der Innensanierung habe die Gemeinde so bereits aufgebracht, sagte Cochlovius. Ein filmischer Rückblick verdeutlichte: Die Gemeinde hat viel geschafft in den vergangenen 20 Monaten. „Ein Highlight 2010 und eine Herkulesaufgabe“, würdigte Samtgemeindebürgermeister Bernd Reese die Arbeiten.
„Wäre der Ministerpräsident heute hier, hätte er eine Stärke Niedersachsens in Hohnhorst entdeckt: eine starke Gemeinschaft als Standortfaktor.“ Politische und kirchliche Gemeinde seien in der Bauzeit mehr zusammengewachsen, betonte die stellvertretende Hohnhorster Bürgermeisterin Bärbel Koch. Zu verdanken sei dies den vielen Veranstaltungen im Martinszelt, wo das Gemeindeleben und Gottesdienste während der Renovierung stattfanden.
Als Anerkennung für die gute Arbeit in der 3400 Mitglieder starken Kirchengemeinde stiftet die Gemeinde Haste ein neues Stehpult, so Bürgermeister Sigmar Sandmann. Suthfelds Bürgermeister Horst Schlüter bewunderte die Aktivität dieser familiären Gemeinde: „Ich komme immer sehr gerne hierher in unsere Kirche.“ Die lange kontrovers diskutierten Bank-Stühle kamen besonders gut an. „Das ist eine tolle Lösung“, so Edith Sitwalla. „Ist alles wunderschön geworden“, meinte Marie Prilop. „Die Akustik ist besser geworden“, erkannte Matthias Kahle.
Viel Lob gab es für die restaurierten Bänke auf der Empore. Dass beim Empfang das Pfarrhaus überfüllt war, überraschte niemanden. Der Superintendent: „Das ist eine ganz besondere Gemeinde, dafür bin ich Gott dankbar.“
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