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Hinterm Hof droht Ärger

Kompensationsmaßnahme fehlt Hinterm Hof droht Ärger

Anwohnern des Baugebiets Hinter den Höfen in Hohnhorst droht eine Menge Ärger. Denn offenbar haben einige von ihnen es versäumt, eine im Bebauungsplan zwingend vorgesehene Kompensationsmaßnahme anzulegen. Diese sieht vor, in den Außenbereichen der Grundstücke einen fünf Meter breiten Pflanzstreifen mit bestimmter Bepflanzung anzulegen.

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Blumen statt Hecke: Anwohner des Baugebietes Hinter den Höfen haben versäumt, Kompensationsmaßnahmen anzulegen.

Quelle: js

HOHNHORST. Doch nach Auskunft von Ratsherr Cord Lattwesen hätten viele Bewohner moniert, von dieser Vorgabe nichts gewusst zu haben. Die Gemeinde will den Anwohnern entgegenkommen und den Bebauungsplan ändern.

Auch über die Art und Weise, wie der Fauxpas herausgekommen ist, herrscht Uneinigkeit. Der erste Kreisrat Klaus Heimann berichtet, der Fehler sei der Gemeinde selbst aufgefallen. Wie Bürgermeister Wolfgang Lehrke (SPD) bei der jüngsten Bauausschusssitzung aber erklärte, hätten Vertreter des Landkreises bei einer Inspizierung eines Spielplatzes auf dem Baugebiet Hinter den Höfen festgestellt, dass nicht nur dort, sondern auch in Gärten der angrenzenden Grundstücke ebenfalls keine Hecke zu sehen war.
Nun sei es für einige Anwohner aber schwierig, durch ihre vorgenommene Bebauung die Kompensationsmaßnahme einzuhalten, erklärte Lehrke. Ihnen drohen schlimmstenfalls aufwendige Umgestaltungs- und Abrissarbeiten.

"Ausnahmetatbestände“ werden nicht zugelassen

Lehrke habe bereits Rücksprache mit dem Landkreis gehalten. Gemeinde und Kreisverwaltung seien sich darin einig, „keine Ausnahmetatbestände“ zuzulassen. Stattdessen soll der vorhandene Bebauungsplan geändert werden – das allerdings ist mit nicht unerheblichen Kosten verbunden.

Und genau bei diesem Punkt bekamen einige Mitglieder des Bauausschusses Bauchschmerzen. „Da gibt es eine Kette von Verantwortlichen, die es versäumt haben, aufzupassen“, sagte etwa Heinz-Konrad Rohrßen (CDU) und sprach insbesondere die Sparkasse an. Jene hätte als Vertragspartner die Grundstückskäufer auf die Kompensationsmaßnahme hinweisen können. Außerdem wurde die Frage diskutiert, ob die Sparkasse als externer Erschließungsträger nicht selbst für die Schaffung des Pflanzstreifens zuständig ist.

Allerdings signalisierte sowohl der Rat als auch der Bauausschuss der Gemeinde Hohnhorst Hilfsbereitschaft. Lehrke will sich nun mit Vertretern der Sparkasse, des Landkreises und der Gemeinde an einen Tisch setzen. Dort soll geklärt werden, inwieweit der B-Plan geändert werden kann – und wer dafür die Kosten übernehmen soll. js

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