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Vereine bangen um Nachwuchs

Hohnhorst Vereine bangen um Nachwuchs

Die Gemeinde Hohnhorst hat in den vergangenen fünf Jahren 243 neue Einwohner begrüßt, 179 Steuerzahler verzeichnet die Verwaltung darunter. Das Vereinswesen scheint von dem Zuzug nicht zu profitieren. Gerade die Jugendgruppen bangen um ihren Nachwuchs.

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Der Vorstand des Schützenvereins Hohnhorst würde sich über junge Mitglieder freuen.

Quelle: Archivfoto

Hohnhorst. Unter dem Strich wachse die Gemeinde nicht, die Bevölkerungszahl bleibe konstant, meint Wolfgang Lehrke. „Die lebenslängliche Vereinsmitgliedschaft ist nicht mehr die Regel. Die Leute suchen sich einzelne attraktive Angebote heraus und beenden ihre Mitgliedschaft danach wieder“, sagt der Bürgermeister.
Bei Sportvereinen wie dem MTV Ohndorf ist die Auslastung von Sparte zu Sparte unterschiedlich. „Einige Mannschaften haben wir daher zusammengelegt“, so der frühere Jugendleiter Bendix Bock. Manche der Jugendlichen behielten ihre Mitgliedschaft auch nur noch passiv bei.

Kinderfeuerwehr soll Nachwuchs früh binden

Die Jugendfeuerwehren erleben alle Stagnation. Die Gruppe in Hohnhorst hat nur noch fünf, die Ohndorfer und Rehrener jeweils zehn Mitglieder, wohingegen sie früher mitunter noch fast 25 verzeichnen konnten. Zum Ausgleich kooperieren die Gruppen mit den umliegenden Jugendfeuerwehren in Haste, Horsten und Riepen für gemeinsame Übungen.
„Wir wollen im September zusätzlich eine Kinderfeuerwehr gründen, um die unter Zehnjährigen ähnlich wie bei anderen Vereinen früher für uns gewinnen zu können“, erklärte Enrico Landau von der Rehrener Jugendfeuerwehr auf Anfrage der SN.
Am finstersten ist die Lage bei den Schützen. Der Verein in Hohnhorst hat seit über vier Jahren, der in Rehren seit mehr als zehn Jahren keine Jugendgruppe mehr zustande bekommen. Volker Günther aus Hohnhorst glaubt, dass die Medien den Sportschützen ein schlechtes Image verpasst haben. „Wir haben jede Menge Anstrengungen unternommen, aber seit den Amokläufen stehen die Schützen ungerechtfertigterweise unter Verdacht, nicht verantwortungsbewusst zu sein“, behauptet Günther.

Schützen haben selbst keine Kinder im Jugendalter mehr

Dagegen hält Wolfgang Kolsch aus Rehren, wo sich nur noch ein einziger Schütze unter 18 Jahren auf der Schießbahn bemüht, eher demografische Gründe für ausschlaggebend. „Früher hat jeder Schützenbruder automatisch seine Kinder mitgebracht. Mittlerweile sind die meisten über 50, und mit eigenen Kindern kann keiner mehr die Jugendgruppen füllen“, so der Vorsitzende. Außerhalb des Schützenbundes würden Eltern ihre Kinder eher in die Sportvereine schicken.
Einzig die Dorfjugenden scheinen sich dem Trend zu widersetzen. Die Ohndorfer Gruppe wird in diesem Jahr acht neue Mitglieder nach der Konfirmation begrüßen können. Mehr als 50 Jugendliche und junge Erwachsene im Alter zwischen 14 Jahren und Mitte 20 füllen die Reihen. geb

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