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Hohnhorster fordern Ausgleich für Bahnprojekt

Hohnhorst Hohnhorster fordern Ausgleich für Bahnprojekt

Eine schlechte Nachricht hat der stellvertretende Bürgermeister Cord Lattwesen bei der Bürgerversammlung der Dorfgemeinschaft Hohnhorst überbringen müssen: „Die Bahn hat uns versetzt.

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Ein Radweg als Ausgleich? Cord Lattwesen (rechts) und Otto Tatge von der Hohnhorster CDU wollen die Bahn an den Verhandlungstisch kriegen.

Quelle: tes

Hohnhorst. “ Es war geplant, im Gespräch mit Vertretern der Deutschen Bahn die Anliegen der Hohnhorster zur geplanten Bahnüberführung von der Einmündung Waldstraße (Landesstraße 449) in die Bundesstraße 442 (Nenndorfer Straße) vorzubringen.

 Ziel des Großprojektes ist die Aufhebung der Bahnübergänge in Hohnhorst (Rehren und Kornweg) und Haste (Waldstraße). Wenn die Bahn wie angekündigt im Herbst anfängt zu bauen, wird trotz angespannter Haushaltslage auch Hohnhorst zur Kasse gebeten. „Der Fußgängertunnel kostet uns 310000 Euro“, berichtete Lattwesen: „Die Bahn sagt: Wer mehr will, muss selbst bezahlen.“

 Die geplante Brücke biete für Haste nur Vorteile, kritisierte CDU-Ratsherr Otto Tatge. Um die Nachteile für Hohnhorst auszugleichen, hatte die Gemeinde in einer Stellungnahme die DB Netz AG aufgefordert, einen Weg unter dem Brückenbauwerk bis zum „Forstweg“ auszubauen, um Fußgängern und Radfahrern einen Zugang zum Bahnhof und dem Gewerbegebiet „Schwarze Mühle“ zu erschließen. Bisher ohne Erfolg.

 „Hier wird zu früh aufgegeben“, kritisierte Heinz-Konrad Rohrßen (CDU) unter Beifall. Die Grundstückseigentümer, zu denen er selbst gehört, seien nicht gefragt worden und bis heute nicht bereit zu verkaufen. Angesichts drohender Enteignungsverfahren sah Rohrßen darin gute Chancen, bei der Bahn Zugeständnisse für den Bau einer Zuwegung zu erreichen. Zudem sei auf der neuen Bahnüberführung kein Radweg vorgesehen, ergänzte Lattwesen, besonders der Knotenpunkt an der Einbiegung zur Bundesstraße 442 berge Gefahren. Außerdem drohten Umwege: Wer aus Kreuzriehe kommt, muss künftig über Haste fahren, um zur Kirche zu radeln.

 „Gibt Haste uns im Gegenzug Land“, kam im Publikum die Frage nach einer Entschädigung auf. „Ausgeschlossen“, erklärte Lattwesen: „Es ist nicht die Gemeinde Haste, die hier baut, sondern die Bahn in Zusammenarbeit mit dem Land und dem Bund.“ Die Bahn sei die richtige Adresse, um wieder in Verhandlungen zu treten. Bisher sei Hohnhorst außen vor geblieben, so Lattwesen weiter: „Wir sind nicht Träger der Baumaßnahme und als Gemeinde nicht an der Planung beteiligt.“

 Die Bahn habe alte Pläne von vor 20 Jahren aus der Schublade geholt, ergänzte Tatge. Seitdem haben sich die Lage und die Verkehrssituation stark verändert. Die CDU will eine weitere Bürgerversammlung mit der Bahn in Gang schieben, versprach Lattwesen. Für Detlef Schwake war nach der angeregten Diskussion klar: „Das wird ein langer Abend.“

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