Hohnhorst (tes). Nur das Firmenschild eines Tief- und Straßenbauunternehmens aus Großenheidorn ergänzt seit November das Werbeschild des an dieser Stelle neben der Bundesstraße 442 geplanten Netto-Verbrauchermarktes. In der letzten Ratssitzung der Gemeinde Hohnhorst im Jahr 2011 berichtete der neue Bürgermeister Wolfgang Lehrke zum aktuellen Sachstand des Projekts.
Demnach habe die Gemeinde die Information erhalten, dass „der zeitliche Druck aus dieser Sache raus ist“, erklärte Lehrke. Und: „Dieses Jahr wird es keinen Baustart mehr geben.“ Wann es tatsächlich losgeht, entziehe sich seiner Kenntnis. Die Gemeinde habe zwar im März den Bebauungsplan aufgestellt, für alle daraus erwachsenen Kosten und den Ablauf der Maßnahmen sei der Investor zuständig.
Sein Vorgänger Otto Lattwesen habe diesen Tatbestand durch ein weiteres Dokument gefestigt, so Lehrke. Investor Rohrßen nahm in der Ratssitzung nicht Stellung zu dem Thema. Erst auf Nachfrage dieser Zeitung erklärte er im Anschluss an den offiziellen Teil der Sitzung die erneuten Verzögerungen mit Zahlungsschwierigkeiten des Grundstückskäufers, der seit mehr als zwei Jahren das Grundstück nicht bezahlt habe.
„Ich gebe ihm noch drei Wochen Zeit“, verwies Rohrßen darauf, dass mittlerweile Anwälte mit der Sache beschäftigt seien. Zudem verfüge er über bis zu fünf weitere Interessenten an dem Gewerbegebiet mit einer Fläche von gut 13.000 Quadratmetern. Hinzu komme, dass das für den Bau der Zuwegung zuständige Tiefbau-Unternehmen geraten habe, aufgrund der Witterungsbedingungen erst im Frühjahr mit den Arbeiten zu beginnen.
Die „Edeka“-Gruppe wolle weiterhin an dieser Stelle einen 800 Quadratmeter großen „Netto“-Markt errichten, so Rohrßen weiter: „Die Aufträge für die Bauarbeiten sind vergeben.“ Entgegen allen Unkenrufen stellte er klar: „Der Markt wird kommen.“ Im Juni 2012 könnte Eröffnung sein.
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