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Hohnhorst Ins Netz gegangen
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Ins Netz gegangen
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00:23 26.02.2015
Bei genauem Betrachten lassen sich mindestens ein Dutzend Tennisbälle ausmachen. Wetten, dass sie aus Rodenberg stammen? Quelle: gus
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Rehren/Rodenberg

Das klingt so unglaublich, dass wohl selbst die Redakteure der TV-Sendung die Stirnen in Falten gelegt hätten. Und zugegeben: Es wäre schwer, diese Wette zu gewinnen. Aber nicht gänzlich unmöglich. Warum? Das ist eine lange Geschichte. Und die sollte der Spannung halber von hinten erzählt werden.

 Sie endet am Gitter des Kanaldükers der Rodenberger Aue bei Rehren, wo das Flüsschen unter der künstlichen Wasserstraße hindurchgeführt wird. Dort werden alle jene Gegenstände gestoppt, die größer sind als – grob gesprochen – eine Streichholzschachtel.

 Wer in die Auffangbecken schaut, erblickt außer Zweigen, Tüten, Styropor-Resten und den Zeugnissen wilder Trinkgelage auch allerlei Buntes: Schuhe und Plastik-Fußbälle beispielsweise. Schließlich wird Ballgefühl auch im Land des aktuellen Weltmeisters nicht jedem Sprössling in die Wiege gelegt.

 Doch was vor allem ins Auge fällt, ist die große Zahl an Tennisbällen. Einen Tennisplatz sucht man in Rehren vergeblich. Der Nächste befindet sich in Riepen, allerdings mehrere Hundert Meter von der Aue entfernt. Von wo stammen die Filzbälle also? Sucht man entlang der Aue nach Tennisplätzen, gerät die Deisterstadt Rodenberg ins Visier. Allerdings indirekt.

 Der Mühlengraben – auch Mühlenaue genannt – verläuft direkt hinter den Ascheplätzen der SG Rodenberg. Und hinter dem Bürgerpark fließt der Mühlengraben mit der Rodenberger Aue zusammen, von der er kurz vor der Deisterstadt abzweigt. Und was an Tennisbällen in den Graben fliegt, landet mit großer Wahrscheinlichkeit irgendwann am Düker hinter Rehren.

 Zurück zur Wett-Idee: Weil der Kanaldüker regelmäßig geleert wird, könnte Max Mustermann theoretisch anhand von dort aufgenommenen Fotos abschätzen, wie viele ungeübte Spieler auf den Rodenberger Plätzen Bälle über den Zaun dreschen und schlussendlich die Zahl der Neulinge abschätzen. Ideal wäre, jedes Jahr ein Foto im Sommer zu knipsen und die Aufnahmen über zehn Jahre zu sammeln. Das klingt unrealistisch? Ist es wohl auch. Aber wer hätte vor „Wetten dass...?“ geglaubt, dass jemand eine Wärmflasche aufpusten kann, bis sie platzt?

 Die putzigen Geschichten rund um den Düker gehören in Rehren und Umgebung übrigens zur Ortsgeschichte fest dazu. Aue-Anrainer, die im Sommer Getränkekisten zum Kühlen in die Aue gestellt haben, sorgen sich demnach nicht die Spur, wenn sich einer der Kästen selbstständig gemacht hat. Am Kanaldüker wird er einfach wieder eingesammelt. Geschüttelt und gekühlt. Wetten, dass...? gus

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