Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 9 ° Regenschauer

Navigation:
Jäger wollen keinen Schotter

Hindernisparcours Jäger wollen keinen Schotter

Der Pfad zu einer möglichen Sanierung des Wohlrad-Weges bei Ohndorf entwickelt sich zu einem echten Hindernisparcours. Eine Asphaltierung kommt wohl nicht infrage, wie Bürgermeister Wolfgang Lehrke dem Planungs- und Bauausschuss der Gemeinde Hohnhorst erklärte.

Voriger Artikel
Chef-Pomologe bringt Bäume in Form
Nächster Artikel
„Wir geben nicht auf“

Hin und her hinter der Auebrücke: Was aus dem Weg Wohlrad wird, bleibt erst einmal offen.

Quelle: kle

Hohnhorst. Bereits vor einigen Monaten musste er dem Ausschuss die ersten Hürden offenbaren: Diversen Überprüfungen zufolge würde eine Sanierung wohl eher 80 000 Euro statt der veranschlagten 40 000 Euro kosten. Wie sich jetzt herausstellte, ist die Sache aber noch um einiges komplizierter. „Der Weg liegt auf kompletter Länge im Hochwasserschutzgebiet“, erklärte Lehrke.

Das bringe jede Menge Schwierigkeiten mit sich. Grundlegende Veränderungen müssten erst durch ein umfangreiches Genehmigungsverfahren. Da die Höhe der Straße aber in jedem Fall unverändert bleiben muss, seien die Pläne für eine Asphaltierung ohnehin obsolet. Es sei denn, die Gemeinde würde beim Bau in die Tiefe gehen – „und dann wären wir garantiert bei 150 000 Euro“, wie Lehrke erklärte. Schon die 80 000 Euro wären für den schmalen Weg hinter der Auebrücke ein mehr als großer Brocken gewesen, den selbst die Jagdgenossenschaft, die sich die Sanierung wünscht, als zu hoch erachtet hätte.

Eine Alternative, mit der auch der Landkreis als zuständige Behörde leben könnte, sei eine wassergebundene Decke. Diese käme mit rund 25 000 Euro sogar deutlich günstiger als eine Asphaltierung. Der Jagdgenossenschaft schmeckt das allerdings überhaupt nicht. Sie besteht auf eine Asphaltierung, berichtete Lehrke. Ihr Vorschlag, statt einer Acht-Zentimeter-Schicht einfach eine 3,5-Zentimeter-Schicht aufzutragen, habe er dem Landkreis vorgetragen.

Mit dem Ergebnis: „Das kriegen wir nie genehmigt.“ Schon die Traglast wäre viel zu gering. Kritisch gegenüber einem Schotterweg äußerte sich auch Werner Bövers (CDU). Er sah die Gefahr, dass der Splitt bei Hochwasser „wegschwimmen“ könnte. In Lehrkes Augen eine absurde Vorstellung. Der Vorschlag sei immerhin vom Landkreis gekommen, genauer: vom Zuständigen in Sachen Hochwasserfragen. „Der kennt sich doch wohl aus und würde das sonst nicht vorschlagen“, betonte Lehrke.

Was nun aus dem Weg wird, bleibt offen. Eigentümerin ist die Gemeinde, entscheiden muss der Rat. Heiko Balke (WGN) schlug vor, noch einmal alle Möglichkeiten zu prüfen, beispielsweise die Option, den Belag an den kaputten Stellen noch einmal zu flicken. kle

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg