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K50: Gemeinde will keine „Katze im Sack“

Offene Fragen K50: Gemeinde will keine „Katze im Sack“

Bevor die Kreisstraße 50 teilweise an die Gemeinde Hohnhorst übertragen wird, muss noch einiges geklärt werden. Im Bauausschuss wurde dazu kein Beschluss gefasst, denn die „Katze im Sack“ will die Gemeinde sich nicht andrehen lassen.

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Hohnhorst (gus). Bauausschussvorsitzender Otto Tatge (CDU) erkundigte sich in der Sitzung zunächst, ob eine Herabstufung der K50 zur Gemeindestraße auch mit einer Übernahme der Strecke in die Obhut der Gemeinde einherginge. Dies bejahte Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Unklar blieb aber, welcher Abschnitt überhaupt gemeint ist. Tatge zufolge geht es um die Bereiche zwischen der Ortsmitte und dem neuen Bahntunnel sowie zwischen Tunnel und dem Ende der Überführung. Außerdem sei der kurze Radweg neben der neuen K50-Trasse enthalten.

 Lehrke geht allerdings davon aus, dass nur der innerörtliche Teil zur Diskussion steht. Der Bereich jenseits der Gleise sei nur in einer Vereinbarung von 2012 berücksichtigt worden, mittlerweile liege aber eine neue Vereinbarung von Mai 2015 vor.

 Darin wird der Abschnitt mit einer Länge von 204 Metern angegeben, doch weil eine weitere Angabe dem widersprach, blieben die Politiker nach kurzer Debatte unschlüssig, welcher Abschnitt wirklich gemeint ist. Das Thema wurde vertagt, Lehrke soll die offene Frage erst mit dem Landkreis klären.

 Doch auch wenn dies beantwortet ist, besteht noch Informationsbedarf. Tagte strich heraus, dass der Zustand der Straße aus seiner Sicht nicht sonderlich gut ist. Daher sei es ratsam, einen Experten zu beauftragen, der eine Analyse für den fraglichen Abschnitt der K50 anfertigt. Auf Grundlage dieser Expertise solle die Gemeinde dann in Verhandlungen mit dem Landkreis treten.

 Hintergrund: Der Kreis muss Instandhaltung, Reinigung und Winterdienst der Kreisstraßen organisieren. Diese Pflichten gingen bei einer Herabstufung zur Gemeindestraße an Hohnhorst über. Da nach dem Abriegeln des Gleisübergangs kein überörtlicher Verkehr mehr über die Strecke rollt, hat sie nicht die charakteristischen Eigenschaften einer Kreisstraße. Die Vorfahrtsregelung wurde bereits geändert, sodass Autos auf der K48 an der Kreuzung mit der alten K50 Vorrang haben.

 Ob sich die Gemeinde überhaupt gegen die Übernahme der Straße wehren kann, ist offen. Der Landkreis möchte die Gemeinde zumindest nicht zu dem Schritt zwingen, hatte es bisher geheißen.

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