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Hohnhorst Klage zurückgezogen – Forderungen erfüllt
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Klage zurückgezogen – Forderungen erfüllt
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13:23 27.11.2012
Der Weg entlang der Bahntrasse soll unter dem künftigen Brückenbauwerk hindurch als Radweg ausgebaut werden. Quelle: tes
Hohnhorst (tes)

„Unsere Forderungen sind zu 100 Prozent befriedigt worden“, so Rohrßen. Dem Baustart für die Bahnüberführung im März 2013 steht nichts mehr im Weg: Hohnhorst kann eine Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zum künftigen Netto-Markt und in Richtung Bahnhof Haste realisieren. Die Bahn erhebt keinen Einspruch gegen die Planung zum Neubau des Radweges „An der Schwarzen Mühle“. Im Planfeststellungsbeschluss war die Hohnhorster Forderung, diesen Feldweg unter dem Brückenbauwerk hindurch als Rad- und Fußweg bis zur Forststraße weiterzuführen, vom Landkreis noch als unbegründet zurückgewiesen worden.
Auch Rohrßens Anliegen, eine Zufahrt zu den hinteren Gewerbeflächen auf seinem Grundstück zu erhalten, war zunächst abgelehnt worden. Die Gemeinde habe verschlafen, Einspruch einzulegen, begründet Rohrßen sein Vorgehen. Seinem Anwalt sei aufgefallen, dass er als Privatperson und Grundstückseigentümer vier Wochen länger Einspruchsfrist hat. Diese Chance hat Rohrßen genutzt.
Die Folge: „Drei Tage, nachdem ich Klage eingereicht habe, sind die Verantwortlichen der Bahn nach Hohnhorst gekommen“, berichtet er. Der Justitiar der Bahn sei stark an einer Einigung interessiert gewesen. Auch zu einem Informationsabend sind die Vertreter der DB Netz AG bereit, warten auf eine Einladung von der Gemeinde. „Wir sind einen Schritt weiter“, konstatiert Rohrßen.
„Wir können den Weg gemäß der von der Gemeinde in Auftrag gegebenen Pläne vom Ingenieurbüro Linz ausbauen“, ist Rohrßen nun sicher. Eine Streichung der alten Wegführung im Rahmen der Gesamtplanung bleibt folgenlos. Für den weiteren Verlauf des Radweges hinter der Seniorenresidenz Lehnstuhl Richtung Bahnhof bleibt zu klären, ob die Bahn ein etwa 50 Meter langes Verbindungsstück bereitstellt.
Während der Bauzeit für die Überführung benötige die Bahn auf der gesamten Länge seines Grundstücks einen 13 Meter breiten Streifen, begründet Rohrßen seine ebenfalls erfüllte Forderung nach einer Entschädigung. „Diese Flächen kann ich bis zur Fertigstellung in 2015 nicht vermarkten.“ Seine Klage zielte darauf ab, eine verbindliche Aussage der Bahn zu bekommen. „Die liegt mit der schriftlichen Zusage des Justitiars jetzt vor“, betont er. Jetzt sei der Rat Hohnhorst am Zug. Der Bauausschuss befasst sich am Montag, 10. Dezember, mit dem Thema.