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Kochtipps vom „Vegan Buddie“

Scheller / Vegan leben Kochtipps vom „Vegan Buddie“

Vegan zu essen, ist immerzu mit Verzicht verbunden? „Stimmt nicht“, sagt Stella Danker aus Scheller. Auch in konventionellen Supermärkten finde man viele Zutaten.

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Zum Verwechseln ähnlich: Stella Danker und Sohn Joshua leben vegan. Die Mettbrötchen bereiten sie ganz ohen tierische Produkte zu.

Quelle: kil

Von Kirsten Elschner

Scheller. Die 40-Jährige lebt seit einem Jahr vegan – ohne tierische Produkte. Kein Fleisch, keine Milchprodukte, keine Eier. Um anderen zu helfen, die sich für die vegane Lebensweise interessieren, hat sich Danker entschieden, „Vegan Buddie“ zu werden.

 Das ist ein kostenloser, deutschlandweiter Service von „Animal Rights Watch“. Mit einem veganen Kumpel, kann man sich per Email, telefonisch oder persönlich austauschen. „Was kann man kochen und wo kauft man ein?“ – Im ländlichen Schaumburg ist das gar nicht ganz so einfach, weiß Danker. Zwar gebe es immer mehr Bioläden, die auch vegane Produkte anbieten, aber oft macht sie sich doch auf den Weg nach Hannover. Dort gebe es auch vegane Restaurants. „Man kann aber auch in der Pizzeria einfach mal eine Pizza ohne Käse bestellen oder die Küche bitten, den mitgebrachten Veganerkäse zu benutzen.“

 Danker hat ihre Ernährung von jetzt auf nachher umgestellt – „vom Fleischfresser zum Pflanzenfresser“, schmunzelt sie. Aus ethischen, ökologischen und gesundheitlichen Gründen. Durch eine Freundin angeregt, fing sie an, sich damit zu beschäftigen, wie das Essen auf ihren Teller kommt – „Ich war erschrocken“, sagt sie über Haltung und Behandlung der Tiere.

 Die größte Herausforderung? „Freunde und Familie, die geradezu darauf warten, dass man scheitert und sich doch mal zum Milcheis verführen lässt.“

 Am Anfang hat das Einkaufen ziemlich lange gedauert, heute läuft alles automatisch. Zur Hilfe hat sie einige Apps, mit denen sie schnell herausfindet, ob es sich um vegane Produkte handelt.

 Sogar ihr Hund, ein Mops, bekommt veganes Hundefutter und ihr achtjähriger Sohn erzählt stolz, dass er vegan lebt – „freiwillig“, betont seine Mutter. Ihr Mann ist hingegen Vegetarier. „Vegan zu leben, darf kein Dogma werden“, sie ermahne niemanden mit dem Zeigefinder, der mal eine Wurst isst. „Am wichtigsten ist immer noch die Freude am Essen.“

 Verzichten müsse sie auf nichts, weil es für fast alles Ersatzprodukte gebe. Statt Kuhmilch: Soya- oder Kokusmilch, statt Butter: vegane Magarine oder Palmöl, der Käse ist aus Weizen. Sogar veganes Mett und Königsberger Klopse zaubert die Veganerin in ihrer Küche. Das Verlangen nach Süßkram stillt sie mit veganen Pralinen, und in Back- und Kochbüchern gibt es jede Menge Rezepte. Auch bei kosmetischen Produkten achtet sie darauf, dass diese nicht an Tieren getestet werden. Selbst ihr Nagelstudio ist „bio und vegan“. Dennoch gibt sie zu: „Komplett vegan zu leben, ist kaum möglich.“ Ihren Kleiderschrank und das Ledersofa hat sie zum Beispiel nicht gleich rausgeschmissen.

 Gesundheitlich gehe es ihr jetzt sogar besser, das lasse sie regelmäßig medizinisch prüfen. „Mangelerscheinungen kann man auch haben, wenn man tierische Produkte isst“, sagt sie. Genauso, wie man als Veganer nicht automatisch gesund lebt.

>> Infos auf www.vheft.de/veganbuddy

Rezept-Tipp: Veganes Mett

- 1 Packung (100 g) Reiswaffeln, gesalzen
- 2 Zwiebeln
- 350 ml lauwarme Gemüsebrühe
- 60g Tomatenmark
- Salz, Pfeffer, Paprika-Gewürz pikant, Gewürzmischung „Hackfleischwürzer” und
- Optional 1 gepresste Knoblauchzehe, frische Kräuter

Zubereitung: Die Reiswaffeln in eine Schüssel bröseln und mit der Gemüsebrühe übergießen, sodass sie matschig werden. Die Zwiebeln schälen, fein hacken und zusammen mit dem Tomatenmark dazugeben. Alles mit einer Gabel oder einem Kartoffelstampfer vermengen, bis das Mett eine einheitliche Farbe hat. Mit Gewürzen abschmecken und über Nacht im Kühlschrank durchziehen lassen, damit der Reiswaffelgeschmack verfliegt. Am nächsten Tag kann man dann sogar einen veganen Mettigel zum Frühstück zaubern.

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