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Hohnhorst Laster bleiben vor Bahngleisen „stecken“
Schaumburg Nenndorf Hohnhorst Laster bleiben vor Bahngleisen „stecken“
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00:22 12.08.2015
Hier geht’s nicht weiter: Diese Erkenntnis kommt für so manchen Autofahrer auf der Hohnhorster Hauptstraße zu spät.  Quelle: kle
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Hohnhorst (kle)

Klar ist, dass es dort regelmäßig zu Problemen kommt. Immer wieder fahren Pkw und Lastwagen weiter die Hauptstraße entlang, um zur K50 zu kommen, anstatt auf die Ohndorfer Straße zu wechseln und die Brücke zu nehmen. Der Grund liegt auf der Hand: „Vermutlich werden die von ihren Navis dorthin gelotst“, mutmaßte Ausschussvorsitzender Otto Tatge (CDU). Noch nicht aktualisierte Geräte kennen die neuen Brücken in Haste und Hohnhorst nämlich noch nicht. Besonders ärgerlich: Lastwagen können vor dem alten Bahnübergang nicht mehr wenden. Als Folge gebe es bereits Schäden im Asphalt, auch an der Lärmschutzwand seien solche zu erkennen. Tatge schlug deshalb vor, zwei Schilder – „Sackgasse“ und „Keine Wendemöglichkeit für Lastwagen“ – an der Hauptstraße aufzustellen.
Diesen Wunsch habe er beim Landkreis bereits vorgebracht, erklärte Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Die Bitte wurde aber abgelehnt. Denn die Hauptstraße ist keine Sackgasse, zumindest nicht vor der Kreuzung zur Schmiedestraße. „Eine verkehrsrechtliche Anordnung wird es auf jeden Fall nicht geben“, teilte Lehrke mit. Und selbst darf die Gemeinde keine Schilder anbringen, nicht einmal ein Provisorium.
Ein weiteres Argument des Landkreises lautete, dass sich das Problem von selbst erledigen werde, sobald alle Lkw-Navis aktualisiert wurden. Sven Hasenstab (SPD) sah das ähnlich, gerade Lkw-Firmen aktualisierten ihre Navigationsgeräte regelmäßig. „Und wer einmal dort reingefahren ist, der fährt kein zweites Mal rein“, sagte der SPD-Politiker. Das Problem müssen man wohl einfach aussitzen.
Tatge bewertete die Situation etwas anders. Immerhin seien schon sichtbare Schäden entstanden, das könne nicht noch ein bis zwei Jahre so weitergehen. Bürgermeister Lehrke soll sich daher mit diesen Argumenten noch einmal an den Landkreis wenden. Hasenstab bat außerdem darum, nachzuhaken, ob die aktuellen Informationen bereits an die diversen Navi-Hersteller weitergereicht wurden. 

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