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Mit „Snorri“ die Natur erkunden

Erlebnispfad für Dorfgemeinschaft Mit „Snorri“ die Natur erkunden

Die Dorfgemeinschaft Rehren hat auch im Jahr 2015 ein Großprojekt auf der Agenda: Der seit längerem geplante Naturerlebnispfad soll fertiggestellt werden. Für Oktober ist dessen Eröffnung geplant.

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"Snorri" der Hase ist das Maskottchen des Pfades.

Quelle: pr.

Rehren. Der Erlebnispfad umfasst eine Strecke von 3,5 Kilometern, die als Rundkurs zwischen dem 2014 eröffneten „Garten der Sinne“ und dem Mittellandkanal verläuft und weitere Abstecher in die Felder vorsieht. Thomas Sperling stellte das Projekt bei der Jahresversammlung der Dorfgemeinschaft vor.

18 Stationen, die den Spaziergängern die Natur nahe bringen sollen, sind geplant, der „Garten der Sinne“ wird darin eingebunden. Zu den Themen an den einzelnen Standorten gehören beispielsweise Singvögel, Tierspuren, Landwirtschaft und die Aue-Renaturierung. Aber auch eine Spielstation, Quiztafeln und Klangspiele sind vorgesehen. Aktiv sein können die Spaziergänger unter anderem beim Tierweitsprung und einer Futterstation.

Moderne Technik wird ebenfalls integriert. So soll es Geo-Caching-Stationen geben, und die Informationstafeln werden mit QR-Codes ausgestattet. Diese ermöglichen es Smartphone-Nutzern, Informationen aus dem Internet zu erlangen.

Zur Finanzierung steht Geld aus der Bingo-Stiftung bereit. „Ich bin schwer begeistert“, lobte Hohnhorsts Bürgermeister Wolfgang Lehrke. Er gab zu, dass er anfangs skeptisch gewesen sei. 29 000 Euro Bingo-Zuschuss bezeichnete Lehrke als „erheblich“. Rehren schaffe sich in der näheren Umgebung ein Alleinstellungsmerkmal. Naturgruppen-Sprecher Karl-Heinrich Meyer bescheinigte dem Lehrpfad „Bundesliga-Niveau“ – zur Championsleague fehlten nur einige Bewegungselemente, speziell für Kinder.

Das Maskottchen des Pfads heißt „Snorri“ und soll die Informationstafeln zieren. Dabei handelt es sich um ein pfiffiges rosafabenes Häschen mit Mütze zwischen den Schlappohren und Blumen zwischen den Hasenzähnen. Gezeichnet hat es Barbara Gottstein. Ein Hase wurde nicht ohne Grund ausgewählt, denn der gesamte Pfad befindet sich im Lebensraum des Hasen.

Beim Aufstellen der Tafeln sind nun erst einmal zahlreiche Helfer vonnöten – dafür wurde bei der Hauptversammlung eindringlich geworben. Am Naturerlebnispfad wollen die Rehrener am 6. Juni, am 4. Juli und am 12. September Hand an legen. Die Eröffnung des Pfads ist für den 10. Oktober vorgesehen. „Das wird ein richtig schöner Tag“, frohlockte Dorfgemeinschafts-Vorsitzende Ingrid Möller.

Abfalleimer sollen vorerst nicht an dem Pfad postiert werden. In der Diskussion hieß es, die Erfahrung zeige, dass Menschen, die ihren Müll in die Natur werfen wollen, ohnehin nicht auf Mülleimer achten. Und diejenigen, die die Natur schätzen, nehmen ihren Unrat auch gern wieder mit.

Es wurde außerdem darauf hingewiesen, dass die Behälter auch geleert werden müssten – was zusätzliche Arbeit bedeuten würde. Und Arbeit hat die Dorfgemeinschaft ohnehin schon genug. gus

Den Nerv der Zeit getroffen

Von Guido Scholl

Rehren ist schon ein bemerkenswertes Dorf. Wo gibt es das sonst, dass ein 772-Seelen-Ort aus eigener Kraft eine Attraktion wie den Naturerlebnispfad aus dem Boden stampft? Das Projekt hat das Zeug, an sonnigen Wochenenden Besucher in einer Größenordnung anzuziehen, wie es sonst in der Samtgemeinde nur der Kraterzoo und der Kurpark in der Kurstadt Bad Nenndorf tun.

Denn der Pfad trifft mit seiner Kombination aus Naturerlebnis, Spaß und Wissensvermittlung nicht nur den Nerv der Zeit. Er liegt auch an einer denkbar günstigen Stelle und lässt sich prima in eine Radtour am Mittellandkanal einbinden. Hut ab vor der Leistung und den Ideen der Dorfgemeinschaft Rehren.

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